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Käferholz

Käferholz selbst verwerten mit Wandersägen

Die Landwirtschaftskammer Österreich regt an, dass Waldbesitzer ihr Käferholz selbst verwerten können, statt es auf den ohnehin überfüllten Holzmarkt zu werfen. Gerade bei kleineren Schadholzmengen können Wandersägen helfen.

Käferholzabschläge verbunden mit erhöhten Erntekosten und der Notwendigkeit, Forstschutz zu betreiben, führen zu großen Wertverlusten. Die Eigenverwendung von Holz ist eine Möglichkeit, diesen Rohstoff auf seinen Wert zu bringen.

Zahlreiche Wandersägen verfügbar

Oft sind Bauvorhaben wie Stallerweiterungen oder der Bau von Maschinenhallen der Grund, Holz aus dem eigenen Wald einschneiden zu lassen. Selbst wenn kein unmittelbares Vorhaben ansteht, ist es gerade bei kleineren Schadholzmengen eine Überlegung wert, eine mobile Säge kommen zu lassen und die Schnittware auf Lager zu legen. Denn Wandersägen sind so gut wie flächendeckend verfügbar. Der Kontakt erfolgt übers Branchenverzeichnis, das Internet oder häufig über Mundpropaganda. Je nach Beschaffenheit des Rundholzes und den gewünschten Schnittholzprodukten liegt die Schnittleistung bei zehn bis 15 Festmeter pro Tag. Die Ausbeute beträgt ungefähr zwei Drittel, das heißt aus 10 Fm Rundholz entstehen ungefähr sechs bis sieben Festmeter Schnittware.

Bauen am Hof mit eigenem Holz

Die Sägerkosten sind abhängig vom Rundholz und den benötigten Sortimenten und liegen bei einer Größenordnung von netto 30 – 45 €/Fm Rundholz. Ein Vorteil bei sogenannten Wandersägen liegt darin, dass das Holz nicht zum Lohnschnitt transportiert und wieder zurückgeführt werden muss. Der Einschnitt kann in der Nähe des Ortes der Verwendung stattfinden. Darüber hinaus bleibt das gesamte Material am Betrieb. Die Sägenebenprodukte können so gegebenenfalls gehackt und energetisch verwertet werden. Zum Aufstellen der mobilen Säge benötigt man ausreichend Platz, der im Idealfall befestigt ist. Zusätzlich ist es üblich, dass vom bäuerlichen Betrieb ein bis zwei Helfer bereitgestellt werden, die beim abstapeln und Sortieren der Schnittware behilflich sind. Außerdem braucht es für Manipulationsarbeiten einen Traktor mit Frontlader, Palettengabel oder falls vorhanden, einen Forstkrananhänger.

Mit größeren Mengen ins Sägewerk

Bei größeren Holzmengen ist aufgrund der höheren Produktivität beim Einschnitt ein Lohnschnitt in einem Sägewerk anzudenken. Dieser ist aber durch den Wegfall der Möglichkeit Eigenleistungen einzubringen etwas teurer. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Eigenverwendung von Schadholz eine gute Alternative ist, um nicht Schadholz zu billigen Preisen verkaufen und dann beim nächsten Bauvorhaben als teures Schnittholz zurückkaufen zu müssen.

LKO/Red.

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