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Im SaarForst kam es wie in anderen Teilen des Landes vermehrt zu einem Befall durch den Borkenkäfer in Fichtenbeständen.

SaarForst: Bisher kein Einsatz von PSM gegen Borkenkäfer

Die Fichten in saarländischen Wäldern wurden 2018 durch Borkenkäfer vergleichsweise weniger geschädigt als in weiten Teilen der Bundesrepublik. Im Staatswald des Saarlandes sind 35.000 Fm Käferholz bisher angefallen. 

2018 entwickelten sich drei Generationen an Borkenkäfern mit teilweise vollständigen Geschwisterbruten. Die Käfer schädigten Einzelbäume und Kleinflächen, aber auch ganze Bestände. Der SaarForst Landesbetrieb konnte über den Winter die vorhandenen Käfernester weitestgehend aufarbeiten. Wie sich die Borkenkäferpopularität im Laufe des Jahres 2019 entwickeln wird, ist vom Witterungsverlauf abhängig und daher nicht vorhersehbar.

Zur Bekämpfung des Befalles bemüht sich der SaarForst um eine Früherkennung von befallenen Fichtenbeständen. So sollen die befallenen Bäume zeitnah aufgearbeitet und aus dem Wald verbracht werden. Da bundesweit über 30 Mio. Fm Schadholz angefallen sind, europaweit 100 Mio. Fm, ist die verfügbare Aufarbeitungs- und Abfuhrkapazität derzeit überlastet und auf Monate ausgebucht. Auch die Sägewerke nehmen nur noch bedingt neue Lieferungen an. Es fehlt an Mensch- und Maschinenpower.

Pflanzenschutzmittel bisher nicht vorgesehen

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) zur Bekämpfung von Borkenkäfern ist nicht vorgesehen. Der SaarForst Landesbetrieb ist PEFC und FSC zertifiziert, was den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln grundsätzlich ausschließt. Der SaarForst hat in seiner naturnahen Waldwirtschaft, die er seit 30 Jahren betreibt, stets auf den Einsatz von Chemikalien im Wald verzichtet. Dies wird auch bei der akuten Borkenkäferplage nicht geändert werden.

Im Saarland werden daher Ersatzmaßnahmen wie Entrinden der Bäume, Zwischenlagerplätze außerhalb des Waldes und das Hacken, also das mechanische Zerkleinern von bruttauglichem Material, geplant, entwickelt und durchgeführt.

 

SaarForst

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