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Borkenkäfer-Workshop im Nationalpark Schwarzwald

Borkenkäfer-Workshop im Nationalpark Schwarzwald

Am 10.4.2014 fand in Baiersbronn ein ganztägiger Workshop zum Thema Borkenkäfermanagement im Nationalpark Schwarzwald statt. Rund 80 Personen haben über die besten Lösungen in Sachen Borkenkäfermanagement im Nationalpark Schwarzwald diskutiert.
Gemeinsam mit der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg will die Nationalpark-Verwaltung ein umfangreiches Handbuch zum Thema Borkenkäfer erarbeiten.
Vertreter der Unteren Forstbehörden Rastatt, Baden-Baden, Freudenstadt und Ortenau kamen beim Workshop in Baiersbronn mit Wissenschaftlern von der Forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg, Vertretern aus dem Privatwald und mit Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung zusammen, um theoretisches und praktisches Wissen zusammenzuführen. Impulsvorträge von Experten haben den aktuellen Wissensstand rund um das Thema beleuchtet, dann war es Aufgabe der Teilnehmer, in kleinen Arbeitskreisen zu verschiedenen Themen die richtigen Instrumente und Methoden für den Nationalpark auszuwählen.
Das warme Frühjahr deutet schon jetzt darauf hin, dass 2014 mit stärkeren Borkenkäferkalamitäten zu rechnen ist. Dr. Reinhold John von der Forstlichen Versuchsanstalt sprach beim Workshop von rekordverdächtigen Klimawerten, die zu einer großen Käfervermehrung führen können. Ein Käferweibchen kann in einer Saison bis zu 100.000 Nachkommen haben. „Die Nationalpark-Verwaltung ist auf den warmen Sommer mit möglichen Käferkalamitäten gut vorbereitet“, erläuterte Dr. Thomas Waldenspuhl, einer der beiden Leiter des Nationalparks.
 
Der Workshop war der Auftakt für die Erarbeitung eines umfangreichen Leitfadens zum Thema Borkenkäferbekämpfung im Nationalpark, der im Verlauf der nächsten zwei Jahre als Handbuch erarbeitet werden soll. Das Handbuch soll die entwickelte Methodik langfristig spezifizieren, ausführlich erläutern und darstellen.
Aktiv in Sachen Borkenkäfermanagement
Das heißt aber nicht, dass die Nationalpark-Verwaltung derzeit in Sachen Borkenkäfermanagement untätig ist. Bereits seit Ende März hat die Borkenkäferbekämpfung intensiv begonnen. Die Mitarbeiter des Parks kontrollieren den 500 m breiten Pufferstreifen rund um den Nationalpark wöchentlich auf Käferbefall; sollten sich Anzeichen finden, dass ein Baum vom Käfer befallen ist, wird dieser sofort entfernt.
Diese Vorgehensweise wird auch in anderen Nationalparken Deutschlands durchgeführt und ist sehr erfolgreich. „Nirgendwo in Baden-Württemberg erfolgt eine so intensives Borkenkäferbekämpfung wie im Pufferstreifen rund um den Nationalpark“, betonte auch Waldenspuhl beim Workshop.
Büro Nationalpark Schwarzwald

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