WaldÖkologie

Borkenkäfer weiterhin konsequent bekämpfen

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Im Mai beginnt der Schwärmflug der Borkenkäfer. Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber rechnet auch dieses Jahr mit einer starken Ausbreitung des Waldschädlings, der bei massenhafter Ausbreitung ganze Wälder zum Absterben bringen kann. Ein Appell an die Waldbesitzenden die Bekämpfung des Borkenkäfers voranzutreiben.

„Wir dürfen mit unseren Anstrengungen bei der Bekämpfung der Borkenkäfer nicht nachlassen. Ich bitte deshalb alle Waldbesitzer dringend darum, ihre Wälder ab sofort konsequent auf Befall zu kontrollieren.“ Besonders wichtig ist es nach Aussage der Ministerin, Bereiche unter die Lupe zu nehmen, die bereits im Vorjahr befallen waren. Benachbarte Bäume sollten hier unbedingt auf frischen Befall mitkontrolliert werden. Diesen erkennt man gut am braunen Bohrmehl, das sich auf Rindenschuppen oder auf der Bodenvegetation ansammelt.

Forstverwaltung unterstützt Waldbesitzer

Frisches Brutmaterial müsse konsequent aufgearbeitet und abgefahren oder mit einem Abstand von 500 m zum Wald gelagert werden. Zudem empfiehlt Ministerin Kaniber, Lagerkapazitäten für Borkenkäferholz aus dem vergangenen Jahr frühzeitig zu sichern und bei Bedarf weiter auszubauen. Die Bayerische Forstverwaltung unterstützt die Waldbesitzer auch in diesem Jahr mit konkreten Maßnahmen: Die Aufarbeitung von Borkenkäferholz ohne Einsatz von Insektiziden wird mit bis zu 12 €/Fm im Schutzwald und dessen Gefährdungsbereich sogar mit bis zu 30 €/Fm gefördert.

Hohe Unfallzahlen bei der Waldarbeit

Sorge bereiten der Ministerin die unvermindert hohen Unfallzahlen bei der Waldarbeit: „Die Sicherheit muss im Wald immer an erster Stelle stehen.“ Der Einsatz professioneller Fachkräfte mit zweckmäßiger technischer Ausrüstung, ein geübter Umgang mit der Motorsäge, das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung sowie die Einhaltung der einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sind Kaniber zufolge Grundvoraussetzung für ein möglichst unfallfreies Arbeiten im Wald.

Quelle: BaySF