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Borkenkäfer in Baden-Württemberg: Fangzahlen in Käfer-Überwachungsfallen rasant angestiegen

Waldbesitzer sollten Fichtenbestände ab sofort regelmäßig kontrollieren. Die Fangzahlen in Käfer-Überwachungsfallen rasant angestiegen.

„Ein umsichtiges Handeln der Förster und Waldbesitzer ist der beste Schutz vor unerwünschten Waldschäden durch den Borkenkäfer. Die Forstexperten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt stellen derzeit eine verstärkte Aktivität der gefährlichen Rindenbrüter fest. Jetzt ist wieder die Zeit für eine Kontrolle gefährdeter Waldbestände“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am 6. Juni in Stuttgart. Trockene Witterung und die derzeit erhöhten Temperaturen würden einerseits die Abwehrkraft der Bäume schwächen und andererseits die Entwicklung der Käfer begünstigen. Die Fangzahlen in den Käfer-Überwachungsfallen hätten rasant zugenommen, die Wahrscheinlichkeit für einen Befall stehender Bäume sei demnach derzeit recht hoch. ; Der Witterungsverlauf der nächsten acht Wochen sei für die weitere Entwicklung des Käfergeschehens entscheidend. Werde es heiß und trocken, drohe Gefahr. ; „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unsere Strategie zur Bekämpfung der Borkenkäfer aufgeht. Eine saubere Waldwirtschaft ist die Grundlage für gesunde und leistungsfähige Nadelholzbestände“, erklärte der Minister. Obwohl es in den vergangenen Jahren immer wieder ‚käferfreundliche‘ Witterungsverläufe gegeben habe, seien größere flächendeckende Schäden im Land verhindert worden. Außergewöhnliche Sturm- oder Schneebruchschäden, die oft Massenvermehrungen des Borkenkäfers nach sich zögen, hätte es in den letzten Jahren in Baden-Württemberg praktisch nicht gegeben. ; Saubere Waldwirtschaft ; „Unser Vorgehen zielt darauf ab, dem Käfer bruttaugliches Material zu entziehen und befallene Bäume rechtzeitig vor Ausflug der Käfer unschädlich zu machen. Aufgearbeitete Stämme werden in Absprache mit der Holzindustrie rasch aus dem Wald abgefahren oder vor Ort entrindet. Ein besonderes Augenmerk richten die Förster auf die Kontrolle von liegendem Holz und stehenden Bäumen“, sagte der Minister. Dabei lasse sich ein Käferbefall bereits im Anfangsstadium durch Bohrmehl oder Harztropfen recht gut erkennen. ; „Auch Privatwaldbesitzer sollten ihre Fichtenbestände jetzt und bis in den September hinein immer wieder kontrollieren und sich in Zweifelsfällen an den für sie zuständigen Förster wenden“, sagte Hauk. ; Hintergrundinformationen und die aktuellen Waldschutz-Informationen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg im Internet: www.fva-bw.de

MLR BW

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