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„Daher gehören sie unbedingt in das Maßnahmenpaket und in eine zukunftsorientierte Waldstrategie“, erklärt DHG-Leiter Dr. Reinhard Müller

Bodenschutzkalkungen – neue Debatte über Handlungsoptionen

Anlässlich des Internationalen Tages des Waldes am 21. März appelliert die Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) an alle Verantwortlichen im deutschen Forstsektor, die Bedeutung und den Handlungsbedarf hinsichtlich der Waldbodenversauerung und Waldkalkung ernst zu nehmen und nicht zu vernachlässigen. Die Dürrejahre 2018 und 2019 haben eine neue Debatte über Handlungsoptionen ausgelöst.

Die Waldkalkung ist bei stark versauerten Waldböden ein wesentlicher, manchmal sogar entscheidender Faktor für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine artenreiche Flora und Fauna.

Das Baumsterben in den beiden Dürrejahren 2018 und 2019 hat eine neue Debatte über Ursachen und Handlungsoptionen ausgelöst. Eine von mehreren Ursachen ist die übermäßige, unzuträgliche Versauerung vieler Waldböden in den letzten Jahrzehnten. Bekanntlich wird bei pH-Werten unter 4,0 durch Aluminiumtoxizität das Wurzelwachstum eingeschränkt. Dadurch wird nicht nur die Standfestigkeit der Bäume (Sturmwurfanfälligkeit) sondern auch deren räumliche Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit eingeschränkt. Dies kann durch eine hinreichende, mehrfache Bodenschutzkalkung entscheidend verbessert werden, wie viele wissenschaftliche Untersuchungen (u.a. Bodenzustandserhebung BZE II) nachgewiesen haben.

Zielsetzungen aus dem Nationalen Waldgipfel

Die Bundesregierung hat auf dem Nationalen Waldgipfel im September 2019 ein Eckpunkte- und Maßnahmenpapier vorgestellt. Darin ist der Erhalt der Wälder in Deutschland, mit ihrer Vielfalt und Leistungsfähigkeit, als Ziel formuliert. Die Wälder sollen nachhaltig und multifunktional bewirtschaftet und an den Klimawandel angepasst werden. Im Interesse künftiger Generationen sollen die Wälder klimaresilienter werden. Natürliche Boden- und Humusentwicklungen in Wäldern sollten weiter gefördert werden. Alle Maßnahmen, die den Wasserhaushalt im Wald erhalten oder stärken, werden als vorteilhaft angesehen.

Unzweifelhaft unterstützen Bodenschutzkalkungen die vorgenannten Zielsetzungen. „Daher gehören sie unbedingt in das Maßnahmenpaket und in eine zukunftsorientierte Waldstrategie“, erklärt DHG-Leiter Dr. Reinhard Müller und fordert: „Bodenschutzkalkungen müssen – trotz vieler anderer aktueller Probleme – wieder verstärkt werden, um auf allen Standorten eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzproduktion zu gewährleisten.“

Weitere Informationen zum Thema Bodenschutzkalkungen im Internet unter www.waldkalkung.com

Red./DHG

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