Waldschutz

Bodenschutzkalkung im Wald weiter erforderlich

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Mit dem jüngst durch das Bundeskabinett verabschiedeten 5. Bodenschutzbericht bestätigen sich die langjährigen Bemühungen der Landesforstanstalt Thüringen bei der Bodenschutzkalkung im Wald. Der Bericht bestätigt, dass eine Kalkung der Waldböden weiterhin notwendig ist.

Nach wie vor sind die Waldböden in ganz Deutschland insbesondere durch Luftverunreinigungen gefährdet. Durch die Filterwirkung der Wälder sind vorwiegend Schwefel- und Stickstoffeinträge in die empfindlichen Waldböden festzustellen. Diese wurden dort über Jahrzehnte angereichert. Bodenversauerung und Bodeneutrophierung bei gleichzeitigem Verlust wichtiger basischer, gleichsam chemisch ausgleichender, Nährstoffe nahmen zu.

Vorwiegend Flächen in den Kammlagen

Wegen weiter anhaltenden Einträgen von Luftverunreinigungen sind auch künftig in Deutschland an versauerungsgefährdeten Waldstandorten Bodenschutzkalkungen notwendig. Im Freistaat sind dies vorwiegend Flächen in den Kammlagen der Mittelgebirge, die seit 1991 jährlich durch ThüringenForst mit Naturkalk behandelt werden.

Bodenschutzkalkung vom Hubschrauber aus

„ThüringenForst kalkte seit 1991 jährlich versauerungsgefährdete Waldflächen auf einer Gesamtfläche von inzwischen 166.500 ha, davon allein im Staatswald rund 91.000 ha“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Einige Flächen wurden zwischenzeitlich auch wiederholt gekalkt. Aktuell standdie diesjährige Kalkung von Waldflächen im Thüringer Forstamt Frauenwald an, die witterungsbedingt von Anfang September auf Mitte September verschoben wurde. Für den Waldbodenschutz wurden drei Tonnen pro Hektar naturbelassenen Magnesiumkalks regionaler Herkunft mittels Hubschrauber ausgebracht. Die Ausbringung mittels Luftfahrzeug ist sehr effizient, aber durch die tagesaktuellen Wetterbedingungen beeinflusst. Die Bodenschutzkalkung wird durch die EU, Bund und Länder finanziell gefördert.

Quelle: ThüringenForst