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Bodenschutzkalkung im Forstbezirk Marienberg

Voraussichtlich ab dem 4.7.2018 wird im Forstbezirk Marienberg auf etwa 1.213 ha Waldfläche die Bodenschutzkalkung durchgeführt. Die Kalkung soll bei guter Witterung in etwa 4 bis 5 Wochen abgeschlossen werden.

Die Ausbringung der insgesamt etwa 3.640 t Kalk (3 t/ha) erfolgt hier mit dem Hubschrauber. Gekalkt werden Waldflächen im Bereich der Forstreviere Gelobtland, Reitzenhain und Marienberg. Die zu kalkende Fläche liegt etwa zu gleichen Teilen im Privat- und Körperschaftswald, wie z.B. dem Stadtwald Marienberg sowie im Landeswald. Den Waldbesitzern entstehen unabhängig von der Eigentumsform keine Kosten. Die Kosten von etwa 400.000 € werden aus Fördermitteln bezahlt.

Bodenschutzkalkung gesundheitlich unbedenklich

Zur Sicherheit der Waldbesucher wird während der Befliegung an den Hauptzugangswegen auf die Aktion hingewiesen. Zwar ist der verwendete kohlensaure Magnesium-Kalk gesundheitlich unbedenklich, doch sollten die betreffenden Waldteile während der Befliegung wegen der Gefahr der Verschmutzung nicht betreten werden. Beeren und Pilze können weiterhin bedenkenlos gesammelt und nach Abwaschung verzehrt werden.

Die Kalkung wird durchgeführt, um in den Boden gelangte Schadstoffe, vor allem Schwefeldioxid, zu kompensieren und einer weiteren Bodenversauerung entgegenzuwirken. Eine positive Wirkung der Waldkalkung konnte innerhalb diverser Untersuchungen nachgewiesen werden.

Waldteile mit besonderer Bedeutung für den Naturschutz sowie sensible Standorte (z.B. Moore und Quellbereiche zur Trinkwassergewinnung) werden nicht gekalkt. In der Gesamtrelation überwiegen im aktuellen Kalkungsdistrikt die Ausschlussflächen den Kalkungsflächen. Auf einem Großteil der Waldbestände ist die letzte Bodenschutzkalkung in den Jahren 1999 und 1997 erfolgt.

Die Zeitdauer der Kalkung kann sich durch technische und witterungsbedingte Störungen deutlich verlängern.

Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Marienberg

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