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Bodenschutz-Kalkung 2011 in Thüringen

Bodenschutz-Kalkung 2011 in Thüringen

Bis in den November 2011 werden Helikopter über den Thüringer Wäldern auf insgesamt 3.700 ha 11.100 Tonnen Naturkalk auf den Waldböden ausbringen. Betroffen sind die Regionen Thüringer Wald (Forstämter Finsterbergen, 1.350 ha; Schönbrunn 950 ha, Neuhaus 350 ha), Harz (Forstamt Bleicherode 700 ha) und Ostthüringen (Forstamt Schleiz 150 ha, Forstamt Stadtroda 200 ha). Dabei teilt sich die diesjährige Herbst-Kalkungsfläche auf 1.850 Hektar Staatswald und 1.850 Hektar Kommunal- und Privatwald (ca. 50 %) auf. 350 Hektar Kalkungsfläche entfallen darunter auf den Klein- und Kleinstprivatwald.
Die Organisation der Bodenschutzkalkung erfolgt durch die Thüringer Landesforstverwaltung, die vor Ort von den zuständigen Revierleitern und dem Forstamtspersonal vertreten wird. Die eigentliche Kalkung erfolgt durch spezielle Firmen mittels Hubschraubereinsatzes aus der Luft. Pro Hektar Wald schütten die Hubschrauber drei Tonnen erdfeuchten Naturkalk ab.
Die Finanzierung der Bodenschutzkalkung erfolgt zum Teil aus Landesmitteln, überwiegend aber aus dem EU-Fördermittelprogramm „ELER“ oder aus Mitteln des Bundes im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).
Bereits Ende März bis Ende April 2011 wurden insgesamt 1.700 Hektar Wald in Thüringen mittels Hubschraubern gekalkt.
Im vergangenen Jahr wurde die Bodenschutzkalkung in den Wäldern Thüringens in den Forstämtern Finsterbergen, Frauenwald, Schönbrunn, Schmalkalden, Leutenberg und Neuhaus durchgeführt. Bis Mitte November 2010 wurden auf ca. 7.100 Hektar Waldfläche etwa 21.300 Tonnen Magnesiumkalk ausgebracht.
Seit 25 Jahren werden in Thüringen Waldflächen gekalkt, um dem schädigenden Einfluss von Luftschadstoffen auf die Bäume entgegenzuwirken. Langfristige Untersuchungen der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei und anderer Forschungsanstalten belegen, dass Bäume auf gekalkten Standorten besser ernährt sind und eine höhere Stabilität gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen aufweisen.
TLWJF/A.Wenzel/red

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