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BN fordert Kurskorrekturen bei Forstreform in Bayern

Sieben Jahre nach der Forstreform in Bayern zieht der BUND Naturschutz in Bayern (BN) in einer Presseerklärung vom 17. Dezember eine kritische Bilanz. „Wir stellen als BN fest, dass von einzelnen Verbesserungen abgesehen im Staatswald mehr denn je die Gewinne und nicht die vorbildhafte Gemeinwohlerfüllung als Messlatte des Erfolgs dient“, kritisiert Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BN. Wurde anfangs noch eine Schwarzen Null angestrebt, soll der Staatswald künftig jährlich 70 Mio € an die Staatskasse abliefern.
Der BN fordert deshalb, dass durch eine Waldgesetzänderung der Vorrang für das Gemeinwohl festgelegt und damit die Gewinnmaximierung im Staatswald gestoppt wird. Denn die Holznutzungsreserven seien ausgeschöpft und immer weniger Förster und Waldarbeiter müssten die zurückgehenden Holzreserven mobilisieren. Die BaySF müssten als einer der größten Waldbesitzer Mitteleuropas auch im Naturschutz Vorreiter werden und dazu die Fläche der nutzungsfreien Waldschutzgebiete verdreifachen.
 
Der BN kritisiert außerdem, dass es in der Forstverwaltung viel zu wenig Förster für die Beratung der Waldbesitzer gibt. Für den Waldumbau von Nadelholzforsten in Mischwälder im Kommunal- und Privatwald fordert der BN 100 zusätzliche Försterstellen zu schaffen. „Wir fordern die Staatsregierung auf sich zu Ihrer Verantwortung für den Staatswald, aber auch für die gesamten Wälder Bayerns zu bekennen. Sie muss dazu die Rahmenbedingungen verändern, damit gute Vorgaben nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch von einer ausreichenden Zahl an Forstfachleuten umgesetzt werden können“, so Weiger.
 
Bund Naturschutz in Bayern e.V.

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