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AGR prognostiziert Steigerung des Holzeinschlags

AGR prognostiziert Steigerung des Holzeinschlags

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) prognostiziert eine spürbare Verknappung von Brenn- und Energieholz bereits in den nächsten 10 Jahren. Der kürzlich veröffentlichte Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energie des Bundesumweltministeriums (BMU) sieht vor, dass deutlich mehr Holz als bisher in neuen Biomassekraftwerken verbrannt werden soll. Dadurch könnte weniger Brennholz für private Haushalte zur Verfügung stehen, die derzeit etwa 25 % des gesamten Holzeinschlages in Deutschland verbrauchen.
Holz aus deutschen Wäldern „spielt als möglicher Rohstofflieferant für die nachhaltige Versorgung von Biomasse für die energetische Nutzung eine zentrale Rolle“, so das BMU. Im Jahr 2009 machte der Anteil fester Biomasse an der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien 68 % aus. Der überwiegende Teil hiervon war Holz. Der Anteil „Erneuerbarer Energien“ am Energiemix soll in Deutschland bis zum Jahr 2020 deutlich erhöht werden.
Nach Meinung der AGR wird es deshalb zu Engpässen in der Holzversorgung kommen. Nationale und europäische Gutachten stützen diese Auffassung. Auch deshalb plant das BMU eine deutliche Ausweitung des Holzeinschlags in Deutschland. Er soll auf 100 Millionen Kubikmeter jährlich gesteigert werden. Das sind nach Einschätzung der AGR ca. 30 Millionen Kubikmeter mehr als derzeit in Deutschland eingeschlagen werden. Schwerpunktmäßig sollen Buchen, Tannen und Fichten insbesondere in den Bundesländern Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zum Einschlag kommen. Werden die Zielvorstellungen des BMU erreicht, sinken die Holzvorräte in Deutschland mittelfristig von heute 3,3 auf das Niveau der 80er Jahre mit etwa 2,8 Milliarden Kubikmeter.
 
 
Mehr Infos von der AGR:

Zum Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien

 
AGR

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