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Adaptive Driveline Control

Bleibt im Rahmen

 

Die Adaptive Driveline Control hält den Motor im Bereich der höchsten Effizienz.

Mit der Einführung der G-Serie hat John Deere für die Forwarder das System Adaptive Driveline Control (ADC) vorgestellt. Eine integrierte Software soll die Fahrbarkeit der Maschinen verbessern und den Kraftstoffverbrauch senken.

Die G-Serie-Forwarder haben das ADC-System serienmäßig an Bord, unabhängig vom Steuersystem Timbermatic oder Command Center. Die vier wesentlichen Zielgrößen bei der Entwicklung waren:

Der Grundgedanke des ADC ist, den Motor in einem vorher bestimmten Drehzahlfenster gleichmäßig laufen zu lassen. Jeder Verbrennungsmotor besitzt einen Bereich in dem er besonders effizient arbeitet. Je nach Lastzustand regelt die Software die Motordrehzahl innerhalb der vorgegebenen Grenzen nach. Das ineffiziente Abfallen der Drehzahl wird weitgehend vermieden, aber auch Drehzahlspitzen – der Motor läuft mit fast konstanter Drehzahl.

Funktionsweise

Aber wie funktioniert ADC in der Praxis? Weil sich die Anforderungen an die Maschine permanent ändern, kann der Fahrer die Leistung des Forwarders je nach Situation durch Tastendruck in drei Stufen anpassen (Abb. 1):

Zusätzlich kann in jeder Stufe die Power-Boost-Funktion aktiviert werden. Die Motordrehzahl wird dann auf die in der jeweiligen Stufe programmierte maximale Drehzahl angehoben.

Adaptive Driveline Control
Grafik: John Deere Abb2:

Die Abb. 2 veranschaulicht den deutlich geglätteten Drehzahlverlauf eines 1510 G im Vergleich zum Modell 1510 E IT4. Der Motor bleibt auch bei Lastwechseln im vorgegebenen Drehzahlfenster. Ein unwirtschaftliches Einbrechen der Motordrehzahl wird vermieden.

Vergleichen wir die Adaptive Driveline Control zur herkömmlichen Antriebssteuerung, sehen wir, dass die Motordrehzahl direkt auf die veränderten Lastzustände reagiert. Wo im Normalfall die Motordrehzahl bei einer Lasterhöhung abfällt, steuert ADC aktiv gegen – mit einer Erhöhung der Motordrehzahl im vorgewählten Drehzahlfenster. Reduziert sich die Beanspruchung wieder, wird die Motordrehzahl direkt zurückgenommen, was den Kraftstoffverbrauch deutlich reduziert. Das System reagiert so schnell und feinfühlig, dass der Fahrer von all dem nichts bemerkt.

Ansprechverhalten

Das Ergebnis ist ein besseres Ansprechverhalten des Fahrantriebs. Die gewünschte Geschwindigkeit wird schneller erreicht und beibehalten. Die Forwarder der G- Serie beeindrucken durch einen kraftvollen und dynamischen Fahrantrieb.

Die Idee, Lastspitzen abzupuffern und vorausschauend gegenzusteuern, hatte John Deere bei den Harvestern bereits im Jahr 2013 mit der Processing Power Control (PPC) umgesetzt. Um das bei der Arbeit mit dem Harvesteraggregat realisieren zu können, waren allerdings auch zwei Hydraulikpumpen erforderlich. Damals lagen die Einsparungen bei 10 – 15 % Kraftstoff.

Für die neuen Forwarder liegen noch nicht sehr viele Erfahrungswerte vor, aber die ersten Kunden berichten von einem Verbrauchsvorteil von ungefähr 1,5 l pro Maschinenarbeitsstunde. Oben drauf kommen im Gegenzug jetzt allerdings 4 % vom AdBlue-Harnstoff.

Nuhn GmbH & Co. KG

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