Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Biomassehof Achental: Energiewende finanziell rentabel

Biomassehof Achental: Energiewende finanziell rentabel

Der Biomassehof Achental konnte im letzten Jahr die Umsatzerlöse um 15,5 % im Vergleich zum Vorjahr steigern und erreicht damit mittlerweile einen Umsatz von über 3,8 Mio. €. Die Nachfrage nach der umweltfreundlichen und günstigen Energie aus Holzbrennstoffen in Form von Holzpellets und Hackschnitzel sei konstant vorhanden, so Geschäftsführer Wolfgang Wimmer. Die guten Zahlen belegen die finanzielle Rentabilität der Energiewende – insbesondere auch für die Einwohner des Achentals.
Besonders wertgeschätzt von den Kunden werden der regionale Bezug und die besondere Qualität der Produkte, so der Geschäftsführer.
Aufgrund der immer noch sehr großen Attraktivität des Standortes Grassau, ist der Biomassehof bestrebt, den derzeit außer Betrieb befindlichen Holzvergaser wieder in Betrieb zu nehmen. Dazu laufen momentan vielversprechende Gespräche mit Partnern.
Thema Kurzumtriebsplantagen/Energiewald
Der Biomassehof versucht sich an neuen Forschungsprojekten zu beteiligen bzw. neue Forschungsprojekte zu akquirieren. Dabei ist es gelungen, sich erfolgreich für ein EU-finanziertes Forschungsprojekt zu bewerben. Bereits im April 2014 fand in München und Grassau das sog. Kickoff-Meeting des Forschungsprojekt „SRCplus“ statt. In dem Forschungsprojekt sollen lokale, nachhaltige und v. a. ökologisch sinnvolle Versorgungsketten mit Kurzumtriebsplantagen aufgebaut und gefördert werden.
Bei Kurzumtriebsplantagen bzw. Energiewälder werden auf den Flächen schnellwachsende Baumarten, wie z. B. Pappeln oder Weiden angepflanzt und nach einer kurzen Umtriebszeit von nur 3 bis 4 Jahren wieder abgeerntet. Nach der Ernte treiben die Bäume wieder von selbst aus und können abermals nach 3 oder 4 Jahren geerntet werden. Des Weiteren ist der Biomassehof auf der Suche nach interessierten Landwirten, welche sich für das Thema Kurzumtriebsplantagen/Energiewald interessieren und/oder eine KUP anpflanzen wollen.
Die Heizwerke der Region entwickeln sich sehr gut
Das Heizwerk mit Fernwärme in Grassau, das von der Gemeinde als Kommunalunternehmen betrieben wird, hat auch im vergangenen Jahr eine hohe Anzahl von Anfragen nach Neuanschlüssen erhalten. Aufgrund der hohen Nachfrage bzw. dem erfolgten Netzausbau stößt jedoch das Heizwerk an seine Kapazitätsgrenze. Deshalb erfolgt nun eine Erweiterung des Heizwerks um einen weiteren Holzhackschnitzelkessel, welcher voraussichtlich zur neuen Heizsaison in Betrieb genommen werden kann.
Auch die Gemeinde Grabenstätt beschloss die Errichtung eines Hackschnitzel-Heizwerks nach dem Grassauer Vorbild, welches im November 2012 planmäßig in Betrieb ging. Seit Inbetriebnahme des Heizwerks verlaufen der Ausbau des Nahwärmenetzes und der Heizbetrieb sehr positiv, wodurch sich die Anlage in Grabenstätt sehr gut als Referenzanlage für weitere neue Standorte eignet.
Um die Kunden noch effizienter mit Pellets beliefern zu können, wurde am Biomassehof ein neuer Pellets-LKW mit höherer Transportkapazität und größerer Wendigkeit angeschafft. Das Fassungsvermögen von 20 t lässt nun den Energieeinsatz für den Transport der Pellets noch weiter schrumpfen – der im Vergleich zum Öl ohnehin schon sehr niedrig ist, da die Rohstoffe alle aus der Region stammen.
Biomassehof Achental

Auch interessant

von