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Nationale Treibhausgasberichterstattung: Neue Funktionen zur Schätzung der oberirdischen Biomasse am Einzelbaum

Quelle: Forstarchiv 88; 2, 31-38 (2017)
Autor(en): RIEDEL T, KÄNDER G

Kurzfassung: Deutschlands Wälder binden derzeit rund 52 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Für die Schätzung der Senkenleistung müssen die Kohlenstoffvorräte und deren Veränderung mithilfe von Biomassefunktionen quantifiziert werden. Das in der Treibhausgasberichterstattung bisher angewandte Verfahren zur Biomasseschätzung beruhte ausschließlich auf Sekundärdaten der Literatur. Anhand neuer, deutschlandweit erhobener Biomassedaten und dendrometrischer Kenngrößen wurde eine neue, segmentierte Biomassefunktion abgeleitet, welche auch den Nichtderbholz-Bereich und den oberen Extrapolationsbereich abdeckt, für den kein empirisches Datenmaterial vorliegt. Im Vergleich zum bisherigen Verfahren schätzt das segmentierte Modell für Deutschland rund 1,3 % weniger Biomasse. Diese Differenz ist nicht signifikant. Lediglich bei der Buche liefert das neue Verfahren rund 10 % mehr Biomasse.


National greenhouse gas monitoring: New functions for estimating above-ground biomass at single-tree level

Abstract: Currently, German forests sequestrate appr. 52 Mio tons CO2 per year. The estimation of the carbon sequestration rate requires the carbon stocks and their changes to be quantified by means of biomass functions. The model for biomass estimation previously used in the German national greenhouse-gas monitoring system was based on secondary data from literature only. On the basis of new Germany-wide sampled tree biomass and dendrometric data a new segmented biomass function was derived, which allows estimating single tree biomass over a wide range of dimensions. In comparison to the previous model the segmented function estimates in total a 1.3% lower carbon stock for Germany; however, this difference is not significant. Only for beech the new function assess up to 10% higher carbon stocks.

© DLV München

 

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