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Biomasse-Tag in Oberösterreich: Stolz auf Holz

Biomasse-Tag in Oberösterreich: Stolz auf Holz

Der Biomasseverband Oberösterreich lud am 26. April zu seinem jährlich stattfindenden Biomasse-Tag nach Hinterstoder ein. Dieser stand heuer unter dem Motto „Kraft-Wärme-Kopplung – Strom und Wärme aus Holz“.
Rund 100 Gäste begrüßte der Obmann des Biomasseverbandes Oberösterreich, Ludwig Mayrhofer, und strich die Bedeutung der Biomasse für das Bundesland hervor.
Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, erklärte in seiner Festrede: „Wir sind mit der erneuerbaren Energie und der Biomasse auf dem richtigen Weg. (…) Ziel ist die Energieautarkie. Hierzu brauchen wir auch KWK-Anlagen als Ergänzung.“
Höhepunkte des Biomasse-Tages
Highlights des Tages waren: der Vortrag von Skilegende Hannes Trinkl, der als Waldbauer die vielseitigen Einsatzgebiete von Holz aufzeigte; die erstmalige Präsentation der Holzvergaser-Anlage von Fröling; die KWK-Studie samt Rechner des Biomasseverbandes Oberösterreich.
Stolz auf Holz. „Ich wollte schon immer in den Wald. Diesen Traum habe ich mir vor einigen Jahren durch den Kauf eines Forstes auch verwirklicht“, schilderte Hannes Trinkl in seinem Vortrag. Angefangen bei seinem Haus bis hinzu Schränken, Türen, Nachtkästchen und bei der eigenen Stückholzheizung setzt die Skilegende auf den Rohstoff. Besonders stolz ist er auf die heimische Forstwirtschaft: „Ein Drittel der österreichischen Arbeitsplätze ist mit dem Wald verbunden. Forstliche Produkte sind mit dem Tourismus der Top-Devisenbringer. Umweltschutz und Wirtschaft optimal zu verbinden: Das kann nur die Forstwirtschaft. Wir machen mehr für das Klima, als viele andere zusammen. Darauf können wir stolz sein!“
In der Optimierungsphase. Einen Holzvergaser-Kessel für den kleinen Leistungsbereich präsentierte Fröling-Verkaufsleiter Wolfgang Aichinger. Der im Containerformat angebotene Fröling CHP hat eine elektrische Leistung von 50 kW. „Es sind ein paar Anlagen in Betrieb. Wir sind aber noch in der Optimierungsphase“, beschrieb Aichinger, denn ein derartiges Hightech-Gerät muss, um wirtschaftlichen betrieben zu werden, zwischen 6500 und 7000 Stunden im Jahr funktionieren. Es bedarf auch vom Betreiber einiges an Know-how, um einen reibungslosen Betrieb zur ermöglichen. Es beginnt bereits bei der Qualität der Hackschnitzel, die maximal 10 % Feuchtigkeit aufweisen dürfen.
Studie samt Rechner. Auf großes Interesse stieß auch der KWK-Workshop. Das Team des Biomasseverbandes Oberösterreich stellte die neue Holzvergaser-KWK-Studie samt Rechner für eine grobe Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Erweiterungsprojektes vor. Viele Heizwerke könnten mit geringem zusätzlichen Rohstoffbedarf auch Ökostrom produzieren. Der Einbau eines Holzvergasers rechnet sich. Schlüsselkriterien sind: Qualität, Verfügbarkeit und Preis des verwendeten Brennstoffes.
Österreichischer Biomasse-Verband

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