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Bioenergie-Region Achental: Weltweit innovative Holzvergasungsanlage eingeweiht

Bioenergie-Region Achental: Weltweit innovative Holzvergasungsanlage eingeweiht

Auf dem Biomassehof Achental in Grassau wurde die innovative Holzvergasungsanlage der Firma agnion Technologies GmbH (agnion Heatpipe-Reformer) am 5. Mai 2012 feierlich eingeweiht. Neben Prof. Kurt Biedenkopf, Sächsischer Ministerpräsident a.D., folgten zahlreiche weitere Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien der Einladung ins Chiemgau.

Der agnion Heatpipe-Reformer soll künftig über die Vergasung von holzartiger Biomasse wie z.B. Hackschnitzeln Strom für rund 700 Haushalte und Wärme für rund 200 Haushalte der Bioenergie-Region Achental bereitstellen. Hierbei wird ein moderner Wirbelschichtvergaser mit innovativer Heatpipe-Technologie der Firma agnion verwendet, welche feste Biomasse energieeffizient und dezentral in Strom und Wärme umwandelt. „Wir sind besonders stolz, dass der weltweit erste Holzvergaser dieser Bauart auf dem Gelände des Biomassehofs Achental steht und wir somit einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Energiewende leisten können“, sagte Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer des Biomassehofs und der Bioenergie-Region Achental.

Die Holzvergasungsanlage soll 380 kW Strom und 630 kW Wärmeenergie erzeugen und gleichzeitig jährlich etwa 2800 t CO2 einsparen. Als Rohstoff wird dafür ausschließlich heimische Biomasse, rund 2500 t Holz pro Jahr, über kurze Transportwege eingesetzt.

Gefördert wurde die Errichtung des Heatpipe-Reformers durch das Bundesumweltministerium (BMU) mit 980000 EUR aus dem Umweltinnovationsprogramm sowie im Rahmen der Klimaschutzinitiative mit 410000 EUR aus dem Förderprogramm „Energetische Biomassenutzung“.

Zum Tag der offenen Tür am 5. Mai 2012 öffnete der Biomassehof Achental auch für alle interessierten Besucher seine Pforten und informierte mit einem vielseitigen Programm, einer Fachausstellung und Anlagenführungen über die neue Bioenergieanlage.

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH ist für die wissenschaftliche Begleitung des Förderprogramms zuständig. Mit der fachlichen und administrativen Koordination desselben hat das BMU den Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt. Stichtag für die Einreichung neuer Projektskizzen bei der PtJ ist der 22. November 2012 und 2013.

DBFZ

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