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Biomassehof Achental auf Erfolgskurs

Der Biomassehof Achental ist regionaler Energieholzdienstleister für Groß- und Kleinabnehmer von Bioenergie Hackschnitzel, Scheitholz und Holzpellets. Bei der verstärkten Nutzung der eigenen erneuerbaren Energiequellen gibt es weitere Fortschritte.

Holzvergaser fertiggestellt. In der Bioenergie-Region Achental ist der Heatpipe-Reformer zur Holzvergasung fertiggestellt worden. Dies ist weltweit der erste Vergaser dieser Bauart, der zur äußerst wirtschaftlichen und hoch wirksamen Erzeugung von Strom und Wärme in der Praxis eingesetzt werden wird. Die Versorgung der Anlage wird ausschließlich durch regionale Reststoffe und nachwachsende Rohstoffe sichergestellt.

Kurzumtriebsplantagen ausgebaut. Des Weiteren gelang es, den Ausbau von Kurzumtriebsplantagen in der Region voranzutreiben. Diese sollen vorrangig auf landwirtschaftlichen Grenzstandorten angepflanzt werden und die langfristige regionale Versorgung der Gipfelprojekte, wie zum Beispiel des Biomasse-Heizwerks Grassau, sichern.

Hackschnitzel-Heizwerk geplant. Beim Aufbau des Fernwärmenetzes in der Gemeinde Grabenstätt gab es entscheidende Fortschritte in der Projektvorbereitung. So können die Pläne für den Bau des Fernwärmenetzes und des zugehörigen Hackschnitzel-Heizwerks mit einer Leistung von 800 KW in die Umsetzung gehen. Auch diese Anlage soll exklusiv mit regionalen Reststoffen betrieben werden und einen weiteren wichtigen Baustein für den Ausbau der Bioenergie setzten.

Pelletierung von Agrarreststoffen untersucht. Ein weiteres spannendes Thema ist die Pelletierung und Konditionierung von Agrarreststoffen. Dazu werden momentan von einem Partner Pelletier- und Torrefizierversuche mit verschiedenen Ausgangsmaterialien durchgeführt. Die entstehenden Pellets werten die Reststoffe deutlich auf und sind für verschiedene Zwecke geeignet, u.a. zur Verbrennung.

Versorgung mit Waldrestholz gesichert. Ebenfalls als Erfolg kann der abgeschlossene Liefervertrag mit den Bayerischen Staatsforsten verbucht werden, die im Besitz von ca. 90 % der Waldfläche im südlichen Achental sind. Da die Versorgung der Achentaler „Gipfelprojekte“ bspw. der Wärmeversorgung Grassau, mit Waldrestholz, bisher ausschließlich von privater Seite erfolgte, ist mit diesem neuen Vertrag eine langfristig garantierte Belieferung der lokalen Verbraucher leichter zu sichern.

Mischverbrennung mit Hackschnitzeln getestet. Zu guter Letzt ist die energetische Verwertung des auf zahlreichen Reiterhöfen anfallenden Pferdemists ein interessantes Forschungsfeld im Achental. Weil die direkte Verbrennung technisch sehr aufwändig ist, gab es dazu im Dezember Versuche zur Verbrennung von Gärresten aus einer Biogasanlage. Diese liefert einen normierbaren Brennstoff, der wirtschaftlich beziehbar ist und sich gut zur Mischverbrennung mit Hackschnitzeln eignet.

Biomassehof Achental

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