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Der Feuersalamander ist in Deutschland vor allem in bewaldeten Landschaften beheimatet.

Feuersalamander durch Pilz bedroht

Nach Massensterben bei Feuersalamandern in den Niederlanden und Belgien wurde der Erreger des „Salamanderfresser-Pilzes“ Batrachochytrium salamandrivorans (abgekürzt Bsal) mittlerweile auch bei Feuersalamandern und Molchen in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen.

Der als „Salamanderfresser“ bekannte Hautpilz wurde erst vor wenigen Jahren an Feuersalamandern in der niederländischen Region Zuid Limburg, nahe der deutschen Grenze entdeckt. Feuersalamander sind besonders anfällig für Bsal und die Infektion führt binnen weniger Tage zum Tod der befallenen Tiere.

Verbundprojekt schützt den Feuersalamander

Nun wird Bsal in Deutschland in einem Verbundprojekt erforscht. Zugleich werden in dem Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben mit dem Namen: „Monitoring und Entwicklung von Vorsorgemaßnamen zum Schutz vor der Ausbreitung des Chytridpilzes Batrachochytrium salamandrivorans („Bsal“) im Freiland“ auch Maßnahmen zur Eindämmung seiner Ausbreitung erarbeitet. Das Projekt startete am 1. Januar 2018 und läuft bis zum Jahr 2020. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das gemeinsame Vorhaben der Universitäten Trier und Braunschweig, der Biologischen Stationen der Städteregion Aachen sowie des Kreises Düren.

„Das neue Projekt ist aus mehrfacher Hinsicht ein besonders wichtiges“, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Denn der Feuersalamander ist eine Art, für die wir in Deutschland eine besondere nationale Verantwortung haben. Außerdem gefährdet ein Ausbreiten des Pilzes in Deutschland nicht nur den Feuersalamander, sondern der Pilz infiziert auch andere Salamander- und Molcharten. Solche Arten spielen eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen. Somit könnte durch Bsal die grundlegende Funktionsfähigkeit ganzer Ökosysteme beeinträchtigt werden.“

Feuersalamander Bestand wird kontrolliert

In dem Vorhaben werden Larven und ausgewachsene Tiere von bereits mit Bsal infizierten wie auch bisher Bsal-freien Salamandern und Molchen detailliert überwacht und deren Bestandsentwicklung beobachtet. Im Vordergrund steht dabei der Feuersalamander. Mittels molekularbiologischen Methoden werden die Tiere gezielt auf Bsal untersucht, um konkrete und detaillierte Informationen über das derzeitige Vorkommen des Pilzes zu erhalten. Weiterhin werden potentielle Funde und Meldungen von infizierten Salamandern umgehend überprüft. Die Erkenntnisse sollen ein bundesweites Management im Umgang mit Bsal und seine Eindämmung ermöglichen. Dies schließt eine enge Kooperation mit den Kreis- und Landesbehörden ein und soll konkrete Handlungsempfehlungen für Behörden, Institutionen und Verbände, die mit dem Artenschutz befasst sind, entwickeln.

BfN

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