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BfN für Nationalparkinitiative in Baden-Württemberg

BfN für Nationalparkinitiative in Baden-Württemberg

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Prof. Beate Jessel begrüßt aus Anlass der internationalen Schutzgebietskonferenz von EUROPARC am 21. September die Diskussion um einen Nationalpark in Baden-Württemberg. Jessel wies bei der Eröffnung der Expertentagung auf die wichtige Funktion von Großschutzgebieten in Deutschland für den Erhalt der Biodiversität hin. Die Ökosystemleistungen von Schutzgebieten  und die Wohlfahrtswirkungen für den Menschen seien ein wichtiges Argument, so Jessel.
Nach Ansicht der BfN-Präsidentin bedürfe es in Deutschland der Neuausweisung von weiteren Nationalparken, um das Fünf-Prozent-Ziel einer natürlichen Waldentwicklung der Nationalen Biodiversitätsstrategie zu erreichen, und um zu gewährleisten, dass alle Großlandschaften exemplarisch durch Nationalparke erfasst sind. „Daher begrüße ich die Nationalparkinitiative des Landes Baden-Württemberg“, sagte die BfN-Präsidentin. „Unsere Nationalen Naturlandschaften sind von nationaler bis internationaler Bedeutung für den Naturschutz und tragen darüber hinaus auch wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei. In Deutschland gab es in den letzten Jahren Fortschritte bei der Neuausweisung von Gebieten und im Management.“
Damit Großschutzgebiete sich weiter zu Vorbildlandschaften entwickeln können, sind ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, eine hinreichende Personalausstattung und Erfolgskontrollen der durchgeführten Maßnahmen und Entwicklungen notwendig. Beate Jessel begrüßte die Initiative der Naturparke künftig der Erhaltung und Entwicklung der Biodiversität einen höheren Stellenwert als bisher einzuräumen, um auf diese Weise die Ziele der nationalen Biodiversitätsstrategie zu unterstützen. Mit der Qualitätsoffensive des Verbandes deutscher Naturparke (VDN) werden für einen Zeitraum von 5 Jahren Zertifikate der Bezeichnung „Qualitätsnaturpark“ an solche Parke vergeben, die bestimmte Qualitätsstandards erfüllen.
„Der Bund ist sich seiner Verantwortung für international und national bedeutsame Schutzgebiete bewusst und wird sich bemühen, die Bundesländer bei deren Entwicklung auch weiterhin zu unterstützen. Genauso wichtig wie die ökologische Eignung ist dabei die Akzeptanz vor Ort bei der örtlichen Bevölkerung und den wesentlichen Interessengruppen.“
 
BfN

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