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Bewährtes Reviersystem im deutschen Jagdrecht

Bewährtes Reviersystem im deutschen Jagdrecht

„Das Reviersystem im deutschen Jagdrecht hat sich seit 160 Jahren bewährt und muss erhalten bleiben“, erklärte Norbert Leben, Vizepräsident der AGDW – Die Waldeigentümer und des Deutschen Forstwirtschaftrates (DFWR) bei der öffentlichen Anhörung zur Jagdrechtsnovelle im Deutschen Bundestag. Eine bundeseinheitliche Lösung, so Leben, sei der beste Garant zum Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestandes. Unser eigentumsorientiertes Reviersystem gewährleiste durch Verantwortungsübernahme von Revierinhaber und Eigentümer eine bestmögliche nachhaltige Nutzung von Wald und Wildbestand.
 
Als Sprachrohr von 2 Mio privaten und kommunalen Waldeigentümern fordert AGDW Die Waldeigentümer, eine Berufung auf ethische Gründe zur Erlangung der Jagdruhe nur für natürliche Personen zuzulassen. Auf ethisch persönliche Gründe könnten sich nur natürliche, nicht aber juristische Personen berufen. Die Begrenzung der Antragsteller auf natürliche Personen verhindere, dass durch zu große flächendeckende Jagdruhezonen die öffentlichen Interessen durch Wildschäden gefährdet würden. Der Vertreter der deutschen Forstwirtschaft begrüßte ausdrücklich das Vorhaben des Gesetzgebers, einen Verstoß gegen die Jagdruhe nicht strafrechtlich zu sanktionieren. Das sei eine kluge und gute Entscheidung, so Leben.
 
Weiter sollten auch Betretungsirrtümer, ein Überlaufen von Hunden z.B. bei der Stöberarbeit oder Fährtensuche nicht finanziell geahndet werden, um die Bejagbarkeit und den Jagdwert der Nachbarflächen zu erhalten. Andernfalls drohten in angrenzenden Revieren deutliche Jagdwertverluste und eine erhebliche Zunahme an Wildschäden. Die Jagdrechtsnovelle ist notwendig, um eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom Sommer 2012 in nationales Recht umzusetzen.

Infos unter www.bundestag.de

 

AGDW - Die Waldeigentümer

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