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Betriebsleiterkonfernz der Privatforstbetriebe 2012

Betriebsleiterkonfernz der Privatforstbetriebe 2012

Die Leiter der größeren Privatforstbetriebe Deutschlands trafen sich am 19. März 2012 zur
5. Betriebsleiterkonfernz (BLK) in Kassel. Neben den aktuellen forstpolitischen Themen auf Bundes- und EU-Ebene standen u.a. auch der Stand der Umsetzung der RVR, eine Holz-markteinschätzung und gemeinsam initiierte Forschungsvorhaben auf der Tagesordnung.
Für den forstpolitischen Teil konnte der für das kommende Halbjahr amtierende Sprecher der BLK, Eberhard Kreysern, den Präsidenten und den Geschäftsführer des Deutschen Forstwirt-schaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck MdB und Dr. Markus Ziegeler begrüßen. Für die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) referierten Petra Sorgenfrei in Vertretung für den verhinderten Präsidenten Philipp Freiherr von und zu Guttenberg und Natalie Hufnagl-Jovy, die neue Europareferentin der AGDW und des DFWR.     
Zum kürzlich verabschiedeten Neuordnungsgesetz der Landwirtschaftlichen Sozialversiche-rung und den Auswirkungen auf die privaten Forstbetriebe referierten Gerhard Sehnert und Erich vom Hofe vom Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung. Dieses Thema wurde besonders intensiv diskutiert. Vor dem Hintergrund der untragbar hohen Be-rufsgenossenschaftsbeiträge für Forstbetriebe stellte die BLK einmütig fest, dass es zwischen dem Gesetzesanspruch nach Beitragsgerechtigkeit einerseits und der praktischen Umsetzung der Beitragsberechnung und -erfassung andererseits noch massive Diskrepanzen gibt. Dies sind insbesondere die unvollständige Veranlagung von kleineren Forstbetrieben in den neuen Bundesländern, die unzureichende Veranlagung einiger Forstunternehmer, die u.a. auch in nicht von der Zwangsmitgliedschaft erfassten Forstbetrieben der öffentlichen Hand arbeiten oder die forstlichen Dienstleister, die für dritte Forstbetriebe z.B. Revierleitertätigkeiten ausüben und im Gegensatz zu staatlichen Privatwald-Betreuungsförster  zusätzlich gesondert veranlagt werden.
Die BLK verlangt eine Kurskorrektur bei den anstehenden Entscheidungen im Errichtungsausschuss und fordert generell eine stärkere Berücksichtigung spezifisch forst-betrieblicher Interessen.
Max Freiherr von Eltz-Rübenach, Mitglied der Verhandlungskommission des DFWR für die mit dem Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) und seinen angeschlossenen Verbänden ab-zuschließende „Rahmenvereinbarung für den Rundholzhandel in Deutschland“ (RVR)   in-formierte über den Stand der Umsetzung. Die BLK bekräftigte ihre Auffassung, dass ein baldiger Abschluss dieser Vereinbarung als Nachfolger der HKS auch schon aus Wettbe-werbsgründen  zwingend geboten ist.
Zum Abschluss der Tagung dankte Eberhard Kreysern dem bisherigen Sprecher der BLK,  Dr. Uwe Meyer, für seinen im letzten Halbjahr geleisteten Einsatz zugunsten dieses Gremiums.
Gräflich Nesselrodesche Verwaltung

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