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Nachwuchsarbeit-Forsttechnik

Hausmesse bei Reith: Besser als Karussellfahren

Am ersten Oktobersonntag veranstaltete das Forstunternehmen Reith wieder seine alljährliche Hausmesse. Bei strahlendem Herbstwetter konnte man unter den Gästen allerhand Vertreter der forstlichen Prominenz in Unterfranken erspähen, die sich hier ein Stelldichein gaben. Natürlich fanden sich zahlreiche Kollegen aus dem Holztransport ein, die sich mal den Doll-Zentaur, die eigenwillige Lade-und Kommissioniermaschine mit dem gläsernen Führerhaus ganz aus der Nähe betrachten wollten. Dort herrschte den ganzen Tag großer Andrang, vor allem aber auch von vielen Kindern, für die eine Mitfahrt in der Dreh-Hub-Kabine mindestens so spannend war, wie andernorts eine Runde Karussell oder Autoscooter.

Im Grunde genommen war dieses Fahrzeug, das im Sommer auf der Interforst Premiere hatte, schon längst nicht mehr die neueste technische Errungenschaft auf dem Platz. Weil in der Region immer mehr starkes Laubholz mit der Maschine geerntet wird, bereichert zwischenzeitlich ein Starkholzharvester JD 1470 G den Fuhrpark. Anstelle der bisherigen Steyr-Traktoren mit Forstausstattung hat ein Welte-W130-Knickschlepper Einzug gehalten. Ausgerüstet mit Seilwinde, Kran und Rückewagen erfüllt er die Funktion eines Universal-Rückegeräts. Ein weiteres Standbein der Firma Reith ist seit einigen Jahren das Energieholz. Hackschnitzel produziert seit Neuestem ein MusMax WT 10 X, der von einem Case 370 Magnum gezogen und angetrieben wird. Ein kleiner Teil des Hackguts wandert jetzt direkt in die Landritherm Warmluftanlage, mit der das selbst produzierte Scheitholz getrocknet wird. Der Transport zur nächstgelegenen Biogasanlage hat sich doch als sehr aufwändig erwiesen.

So gab es auch für den Branchenkenner hier viele interessante Denkansätze zu sehen und zu diskutieren. Der Hauptzweck seines „Oktoberfestes“, das betont Dietmar Reith jedoch immer wieder, ist die Öffentlichkeitsarbeit. Mit der Technikpräsentation, genauso wie den Waldarbeitssportlern und den Holzkünstlern auf dem Platz soll die Bevölkerung ein bisschen sensibilisiert werden, was alles hinter der Forst- und Holzwirtschaft steckt. Das ist ihm und seinem Team wieder einmal hervorragend gelungen.

H. Höllerl

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