Holzernte

Eine autonome Forstmaschine aus Schweden

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Die Technische Universität Luleå in Schweden hat eine autonome Forstmaschine entwickelt. Sie ging im Spätsommer 2020 in den Testeinsatz. Magnus Karlberg, Professor für Maschinendesign, arbeitet zusammen mit seinen Kollegen seit 2014 daran, das selbstfahrende Fahrzeug mit Sensoren und vernetzten Computern so intelligent und zugleich robust wie möglich zu machen.

Die Zehn-Tonnen-Maschine lässt sich mit einer Fernbedienung steuern. Sie ist jedoch so programmiert, dass sie auch eigenständig fahren und arbeiten kann. Deshalb hat sie keine Kabine. Vergleichsweise konventionell ist dagegen bisher der Antrieb mit Biodiesel. Die Maschine hat außerdem einen herkömmlichem Antriebsstrang, einen Kran und ein Pendelarmfahrwerk.

Wie Karlberg erläutert, muss ein autonomes Fahrzeug in der Lage sein, seine Umgebung wahrzunehmen. „Wir haben die Maschine daher mit verschiedensten Sensoren ausgestattet, damit sie gute Entscheidungen treffen und für die Sicherheit sorgen kann. Wenn beispielsweise eine Person in die Nähe kommt, muss sie sich selbst ausschalten.“

Mit den Tests im Wald wollen die Forscher Techniken für autonome Maschinen erproben. Sie arbeiten daran, verschiedene Vorgänge so effizient und kostengünstig wie möglich zu gestalten und suchen zudem neue Ansätze für die Vermeidung von Bodenschäden oder den nachhaltigen Transport von Biomasse. Die Maschine ermöglicht den Forschern Tests in einer echten Umgebung; sie können auf diese Weise überprüfen, ob sie nicht nur in der Computerwelt funktioniert, sondern auch im unwegsamen, rauen Forst.

LUT/Red.