Forstpolitik

BDI legt Studie Klimapfade 2.0 vor

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) hat mit seiner Studie „Klimapfade 2.0“ einen Fahrplan vorgelegt, was bis 2030 zu geschehen hat, damit Deutschland seine selbst gesteckten Klimaziele erreicht. In dem Plan spielt auch Biomasse, also Holz, eine Rolle, der BDI fordert eine Nationale Biomassestrategie.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft beim Klimaschutz in Deutschland eine Lücke. Diese ist laut BDI 188 Mio. t groß und ergibt sich aus dem Einsparungsziel für CO2 und dem, was man mit den bisherigen Maßnahmen voraussichtlich wirklich erreichen wird.

Große Lücke

Laut dem deutschen Klimaschutzgesetz soll der CO2-Austoß bis 2030 auf 438 Mio. t jährlich sinken. Erreichen wird man nach heutigem Stand nur eine Reduktion auf 626 Mio. t, eben diese 188 Mio. t zu wenig.

Der Forst- und Holzsektor ist bei diesem Maßnahmenpaket an zwei Stellen betroffen: Zum einen fordert der BDI ein massives Hochfahren der energetischen Gebäudesanierung von derzeit rund 1 % auf 2 % jährlich im Jahr 2030. Dabei wird zu einem nennenswerten Anteil Holz zum Einsatz kommen.

Biomassestrategie

Zum anderen will der BDI eine Nationale Biomassestrategie, die auf europäischer Ebene abgestimmt ist. Ziel dieser Strategie solle laut BDI sein, Energie aus Biomasse in erster Linie für großtechnische Industrie- und Fernwärmeanlagen zu nutzen und weniger bis gar nicht mehr für eine dezentrale Energieerzeugung wie zum Beispiel in privaten Haushalten oder der dezentralen Verstromung.

Das Forum Nachhaltige Holzenergie fordert daher die kommende Bundesregierung auf, die BDI-Studie als Anstoß zu verstehen, eine nationale Biomassestrategie zu erarbeiten und somit den Einsatz von nachhaltiger Holzenergie für die Energiewende gerade vor dem Hintergrund eines steigenden Strombedarfs bei nahezu gleichzeitigem Atom- und Kohleausstieg voranzutreiben.

Download Klimaziele 2.0

Quellen: BDI/FNH