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BDF verwahrt sich gegen die Darstellung des NABU

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) wendet sich gegen das vom NABU pauschal geforderte Einsatzverbot von Pflanzenschutzmitteln im Wald. Der NABU sähe die biologische Vielfalt durch großflächige Behandlungen in Gefahr. Insbesondere die Bekämpfung von Eichenprozessionsspinner und Kiefernspinner aus der Luft steht in der Kritik.
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat hierzu gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) naturschutzfachliche Hinweise in einem Informationspapier aktuell herausgebracht.
Waldschutz, Walderhaltung und Naturschutz im Blick
Dazu macht Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF, deutlich: „Für den Wald sind aktuell nur zwei Mittel für die Bekämpfung von Insekten zugelassen. Hersteller bringen teilweise keine neuen Mittel auf den Markt oder bemühen sich nicht um eine Neuzulassung, weil schlicht die Nachfrage zu gering ist. Forstleute und Waldbesitzer setzen Insektizide nur im äußersten Notfall ein. Davorgeschaltet sind eine lange Kette von Untersuchungen und als Voraussetzung ein immens hoher Befallsdruck durch Schadinsekten. Schließlich werden besonders sensible Flächen, wie Gewässer, Naturschutzgebiete oder schützenswerte Biotope ausgeklammert. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald ist quasi bedeutungslos.“
Forstleute haben letztlich bei dem sparsamen Einsatz von Insektiziden vor allem den Waldschutz und die Walderhaltung im Blick. Hierzu gehört der Naturschutz immer mit dazu. Das ist das Prinzip Nachhaltigkeit – ein Berufsethos für Förster. Walderhaltung ist Daseinsvorsorge in Reinform und dient dem Gemeinwohl.
Der Eichenprozessionsspinner wird vorwiegend außerhalb des Waldes zum Schutz des Menschen bekämpft, da durch die Raupen dieses Schmetterlings hochallergene Reaktionen hervorgerufen werden können.
Von Artenschwund kann keine Rede sein 
Untersuchungen des BfN im Auftrag des Bundesumweltministeriums bescheinigen der Entwicklung der Artenvielfalt im Wald denn auch gute Noten. Von Artenschwund kann keine Rede sein. Die naturnahe und verantwortungsvolle Forstwirtschaft von Forstleuten und Waldbesitzern ist auf dem richtigen Weg und erfüllt selbstverständlich auch die Aufgaben des Naturschutzes. Daran wird auch eine Änderung der Genehmigungspraxis von Pflanzenschutzmitteleinsätzen nichts ändern.
 

Zum Thema NABU-Meldung: forstpraxis.de-Meldung

 

Zum Thema BfN-Info: forstpraxis.de-Meldung

 
BDF

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