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Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) ist eine Gewerkschaft für Forstleute und im Forstbereich Tätige

BDF gibt Empfehlungen für zukunftsfähiges Forststudium

Am 4. und 5. November fand an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) der 2. „Runde Tisch Forstliche Hochschulausbildung“ statt. Auf Einladung der Jugendorganisation des Bund Deutscher Forstleute (BDF) trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von studentischen Fachschaften der forstlichen Hochschulen sowie Repräsentanten von forstlichen Arbeitgebern. Es wurde über Rahmenbedingungen, Inhalte und Qualität des Studiums sowie die sich wandelnden Anforderungen von Studierenden und Arbeitgebern an ein zukunftsfähiges Forststudium diskutiert. Warum heute überhaupt ein Forststudium aufnehmen? Welche positiven und negativen Erfahrungen machen Studierende mit Lehre und Praxis? Erfüllen Absolventen forstlicher Studiengänge die Anforderungen von potenziellen Arbeitgebern oder fehlen zentrale Kompetenzfelder im Studium? waren zentrale Fragen. In verschiedenen Workshops wurden Defizite in den derzeitigen forstlichen Hochschulstudiengängen identifiziert und Verbesserungswege aufgezeigt. Der BDF hat diese Hinweise aufgegriffen und die Eberswalder Erklärung mit Anforderungen und Empfehlungen für ein zukunftsfähiges Forststudium verfasst.Die Kernforderungen des 2. Runden Tisches wurden durch den BDF als Eberswalder Erklärung zur Forstlichen Hochschulausbildung formuliert und verabschiedet:

  • Forstliche Generalisten sind die Basis des Berufsbildes und Grundlage für gewollte und notwendige Spezialisierungen.
  • Alle forstlichen Hochschulabschlüsse müssen berufsqualifizierend sein, derzeit ist dies nicht der Fall.
  • Während des Studiums müssen die Kernkompetenzen der Försterinnen und Förster vermittelt werden.
  • Forstliche Hochschulausbildung braucht mehr Praxisbezug durch die verstärkte Einbindung externer Partner in die Lehre und Wissensvermittlung und verbindliche frühzeitige Praktika in einem forstrelevanten Bereich. Externe Partner bilden möglichst die gesamte Breite der forstlichen Praxis ab.
  • Zentrale pflichtvermittelte Kernkompetenzen sind neben fachlichen Aspekten auch sozialer Natur wie Führungs-, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie die Stärkung von Eigenverantwortung und Selbständigkeit.
  • Auswahl- und Zulassungsverfahren sollen neben dem schulischen Leistungsnachweis auch andere Bewertungskriterien wie Praktika und Vorbildung berücksichtigen.
  • Die Anzahl der Zulassungen muss sich an der Kapazität der Hochschulen orientieren, damit eine optimale Betreuung gewährleistet werden kann.
  • Das Forststudium soll sich durch klare Wege bei der Studienwahl und im Studium auszeichnen. Hierfür sind unabhängige und strukturierte Informationen notwendig, ein einheitlicher Fächerkanon der forstspezifischen Fächer und eine dienstleistungsorientierte Hochschulverwaltung.

Die vielen Ideen und Anregungen des Runden Tisches können unter http://forstleute.iphpbb3.com weiter diskutiert und entwickelt werden.

BDF

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