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Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) ist eine Gewerkschaft für Forstleute und im Forstbereich Tätige

BDF fordert Gespräche mit dem Naturschutz

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) setzt sich für eine multifunktionale und nach allen Dimensionen der Nachhaltigkeit ausgerichteten Waldbewirtschaftung ein. Hierzu gehört zwingend auch die Berücksichtigung und Integration von Naturschutzbelangen. Die ersten Ergebnisse des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Nationale Waldentwicklung als Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ (NWE5) vom 14. Oktober geben eine belastbare und transparente Bilanz über Umfang und Qualität nutzungsfreier Waldflächen in Deutschland. Der BDF fordert auf dieser Basis gemeinsame Gespräche mit dem Naturschutz und die Beendigung der politischen Grabenkämpfe um plakative Zahlen.„Bis zuletzt gibt man sich zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz unendlichen Grabenkämpfen um Prozentpunkte hin und verliert gelegentlich das Große Ganze aus dem Blick“, kommentiert Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF. „Die Ergebnisse zeigen einerseits noch einigen Nachholbedarf bei seltenen Waldgesellschaften, dem Anteil naturnaher Bestände und besonders alter Wälder, andererseits zeigen Sie auch bereits Erreichtes auf“, so Jacobs weiter.Auf dieser Basis muss nun ein konsensualer Prozess beginnen, der die Interessen von Forstwirtschaft und Naturschutz gleichermaßen abbildet. Plakative Maximalforderungen und eine starre Geisteshaltung beider Seiten sind gestrig, führen zu keinen befriedigenden Ergebnissen und gefährden die Nachhaltigkeit. Zur Forderung der Strategie zur biologischen Vielfalt nach 5 % Flächenstilllegung deutscher Wälder fehlen noch einige Flächen. Die Suche nach weiteren Flächen sollte:

  • einem Gesamtkonzept folgen und die repräsentativen Defizite ausgleichen
  • sich auf fachliche Hot Spots konzentrieren
  • alle Waldbesitzarten berücksichtigen, dass heißt, es braucht geeignete Instrumente zur finanziellen Verlustabdeckung im Privat- und Kommunalwald.
  • prüfen, inwieweit die Vielzahl an Flächen, die wegen Unzugänglichkeit derzeit nicht bewirtschaftbar sind oder aber seit langem nicht bewirtschaftet werden (Kleinstprivatwald), Berücksichtigung finden können.

Die Forstwirtschaft hat für den Naturschutz bereits sehr viel geleistet. Dies muss anerkannt und gewürdigt werden. Dennoch muss an der Ausweisung zusätzlicher naturnaher Wälder als „Waldflächen mit natürlicher Entwicklung“ weiter gearbeitet werden.Schon jetzt erhobene Forderungen nach zusätzlichen Nutzungseinschränkungen auf den „restlichen“ 95 % der Waldflächen torpedieren die Verständigung zwischen Forst und Naturschutz und behindern das Gesamtergebnis.

BDF

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