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BDF fordert einen forstlichen Mindestlohn von 10 €/Stunde

BDF fordert einen forstlichen Mindestlohn von 10 €/Stunde

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) begrüßt den Schwerpunkt „Arbeitsschutz“ auf der Messe Interforst
in München. Die Waldarbeit gehört zu den gefährlichsten Tätigkeiten. Darüber hinaus werden hohe
qualitative Anforderungen im Umgang mit dem wertvollen Ökosystem Wald gestellt. Vor diesem Hintergrund und zur Verhinderung von Lohndumping erneuert der BDF seine Forderung nach einem bundesweiten Branchenmindestlohn für Waldarbeiter. Der Verband fordert einen forstlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde.

Gerade hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine Studie veröffentlicht, die der Arbeit im Wald erneut attestierte, dass sie eine der gefährlichsten in der Berufswelt ist. Erfreulich ist es daher, dass die Zahl der Arbeitsunfälle im Jahr 2009 um 14,8 Prozent gegenüber 2008 sank. Neben der hohen Gefährdung der Waldarbeiter bei der täglichen Arbeit sieht sich der forstliche Berufsstand den Forderungen nach einem hohen qualitativen
Niveau der Arbeitsergebnisse gegenüber. Immerhin geht es um das wichtigste Ökosystem und um essentielle Anforderungen der Gesellschaft an den Wald.
Vor diesem Hintergrund verwundern immer wieder Dumpinglöhne, die im Preiskampf zwischen den Unternehmern entstehen. Die kommende Arbeitnehmerfreizügigkeit wird diesen wohl nicht entspannen. „Die Waldbesitzer, auch die öffentlichen, haben hier eine besondere Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und dem Wald. Leider werden sie dieser nicht immer gerecht“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF. „Wir fordern daher die Einführung eines Mindestlohns in der Forstwirtschaft ein, damit forstliche Lohnunternehmer, auch Waldbesitzer die Möglichkeit erhalten, qualitativ hochwertiges Personal einzusetzen, hochwertige Arbeit zu leisten und trotzdem wettbewerbsfähig zu sein“, macht Jacobs deutlich. Ein Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde ist daher ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft.
BDF

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