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Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) ist eine Gewerkschaft für Forstleute und im Forstbereich Tätige

BDF: Bundesregierung verabschiedet sich vom Klima- und Waldschutz

Nach einer Streichliste des Bundesumweltministeriums (BMU) ist noch im März geplant, den Waldklimafonds zu streichen. Damit verabschiedet sich die Bundesregierung nach Meinung des Bund Deutscher Forstleute (BDF) sang- und klanglos vom Klima- und Waldschutz. Gleichzeitig führt sie die eigenen Strategien zum Schutz der Biodiversität und des Waldes ad absurdum. Der Verband fordert die Bundesregierung auf, die Finanzierung des Waldklimafonds abzusichern. Dies ist zwingend, um die Wälder vor den Folgen des Klimawandels zu schützen und die Leistungen des Waldes für den Klimaschutz aufrecht zu erhalten. Ins Jahr der Nachhaltigkeit gehören verantwortungsvolle Entscheidungen.
 
„Der Wald leistet viel für den Klimaschutz und ist aber gleichzeitig über die Maßen vom Klimawandel betroffen. Dies belastet die Gesellschaft wichtige Funktionen können nicht mehr erfüllt werden. Darüber hinaus erleiden Forstbetriebe und Waldbesitzer hohe Verluste. Arbeitsplätze drohen verloren zu gehen“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF. „Wir fordern die Bundesregierung auf, den Waldklimafonds und die weiteren Maßnahmen des EKF aus den Erlösen eines ernsthaft betriebenen Emissionszertifikatehandels oder aus Haushaltsmitteln dauerhaft abzusichern“, so Jacobs.
 
Nur ein Zertifikatehandel der seinen Namen verdient, beteiligt Unternehmen ernsthaft an deren verursachten Verschmutzungen durch CO2-Ausstoß und v.a. an den Folgekosten. Es tut Not, dass die Zertifikate diese Kosten wirklichkeitsnah abbilden und nicht verschenkt werden. Dieser Schritt zu mehr Nachhaltigkeit würde ausreichen, die notwendigen Maßnahmen zu finanzieren. „In den letzten Jahren wurde stark um den Waldklimafonds gerungen. Die klägliche Ausstattung mit 28 Mio Euro jährlich war das Ergebnis. Ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zu den Leistungen des Waldes und ihrer Bewirtschafter für den Klimaschutz. Wenn nun auch dies noch kurzsichtig gestrichen wird, können wir uns nach 300 Jahren praktizierter Nachhaltigkeit verabschieden. Der Begriff wird dann letztlich nur zur Worthülse“, so Jacobs abschließend.

BDF

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