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Bepflanzte Baumscheiben in Hamburg

BdB fordert 500.000 neue Stadtbäume

Laut Berechnungen des Bunds Deutscher Baumschulen (BdB) e. V. fehlen in Deutschland rund 500.000 Stadtbäume. Daher warnt der Verband, das biologische Potenzial von Pflanzlöchern nicht zu unterschätzen.

Stadtgrün leistet in stark verdichteten Innenstädten einen unabdingbaren Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas und stärkt die biologische Vielfalt. Berechnungen des Bunds deutscher Baumschulen (BdB) e. V. haben ergeben, dass in Deutschland 500.000 Stadtbäume fehlen. BdB-Präsident Helmut Selders sagte dazu: „Vielerorts sind verwaiste Baumscheiben am Straßenrand Teil des Stadtbildes geworden und zeugen davon, wo es früher einmal grün gewesen ist. Dabei können wir uns diesen Umstand in Hinblick auf den Klimawandel und die zunehmende Oberflächenversiegelung gar nicht leisten. Jede leere Baumscheibe in Deutschland ist eine zu viel. Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass vorhandene Baumscheiben über Jahre ungenutzt bleiben. Wir fordern daher Politik, Städte und Gemeinden auf, 500.000 neue Stadt- und Straßenbäume in Deutschland zu pflanzen und Baumscheiben zu besetzen.“ Auch die Bürgerinnen und Bürger können sich privat für mehr Stadtgrün engagieren, fügte Selders hinzu und betonte abschließend: „In vielen Städten gibt es bereits Programme für Baumpatenschaften, die erfreulicherweise das öffentliche Bewusstsein schärfen, die Politik aber keinesfalls von ihrer Verantwortung für den Erhalt des Stadtgrüns entbinden.“

Hintergrund:

Die Kampagne „Grüne Städte für ein nachhaltiges Europa“ wurde vom europäischen Baumschulverband ENA (European Nurserystock Association) initiiert. Ihr Ziel ist es, kommunale Entscheider, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten sowie Garten- und Landschaftsbauer für eine grüne Stadtentwicklung zu begeistern. In Deutschland wird die Kampagne vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) e. V. durchgeführt. Der BdB repräsentiert Deutschland als eines von sieben Teilnehmerländern neben Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden.

Quelle: BdB

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