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Ein Arbeitsplatz in luftiger Höhe: Forstwirt Peter Buchbinder erklimmt bei der Ernte von Fichtenzapfen im Forstbetrieb Fichtelberg der Bayerischen Staatsforsten die höchsten Bäume.

Fichtenzapfenernte bei den Bayerischen Staatsforsten

Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) ernten derzeit in der Nähe von Fichtelberg Fichtenzapfen. Nach der starken Fichtenblüte im Frühjahr lohnt sich die Ernte dieses Jahr besonders. Aus den gewonnenen Samen soll eine neue Baumgeneration entstehen.

Die Fichtenzapfen aus dem beernteten Waldbestand im Fichtelgebirge sind sehr begehrt. Dieser ist als anerkannter Saatgutbestand amtlich registriert und somit speziell für die Saatguternte ausgewählt. „Die Qualität und Vitalität der Bäume ist hier ausgesprochen gut“ bestätigte Martin Hertel, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Und das ist genetisch in den Samenkörnern gespeichert.“

Besonders dieses Jahr hoffen die Waldexperten auf eine reiche Ernte. Die intensive Blüte der Fichten machte sich im Frühjahr mit gelben „Pollen-Staubwolken“ bemerkbar, die alles mit einem gelben Schleier überzogen, einschließlich Autolack und Fensterscheiben. Im Wald führte der Blütenstaub zu einer sogenannten Vollmast, d. h. fast alle fruchtbaren Fichten haben dieses Jahr Zapfen mit Samen ausgebildet.

Nachdem der gefüllte „Ernte-Sack“ von Zapfenpflücker Peter Buchbinder von den BaySF auf festem Boden steht, schneidet Andreas Büchner, Leiter des Pflanzgartens der Bayerischen Staatsforsten in Bindlach, zur Demonstration einen der gepflückten Zapfen entzwei. Zwölf keimfähige Samen befinden sich darin. „Das ist ein gutes Ergebnis“ freut er sich. Knapp eine Tonne Zapfen wollen die Forstwirte insgesamt sammeln. Diese enthalten etwa 30 kg reine Samenkörner. Daraus werden schließlich 1,5 Mio. kleine Fichtenpflanzen heranwachsen. Mit den guten Genen aus Fichtelberg.

BaySF

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