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BaySf legen Nachhaltigkeitsbericht 2010 vor

BaySf legen Nachhaltigkeitsbericht 2010 vor

Der Staatswald wird in Bayern seit langem nach dem Leitbild einer naturnahen Forstwirtschaft bewirtschaftet. Erklärtes Ziel sind dabei standortgemäße, naturnahe, stabile und leistungsfähige Mischwälder. Diese Wälder besitzen in der Regel einen hohen Strukturreichtum, sind anpassungsfähig gegenüber Umweltveränderungen, zeigen ein hohes Regenerationspotenzial und dienen einer Vielzahl heimischer Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum. Waldflächen auf denen keine Nutzung stattfindet (z. B. Naturwaldreservate) sind wichtiger Bestandteil im Gesamtkonzept einer naturnahen Waldbewirtschaftung.
Das Geschäftsjahr 2010 (1.7.2009-30.6.2010) begann im Zeichen der Weltwirtschaftskrise und fallenden Holzpreisen. Erst um die Geschäftsjahresmitte zeichnete sich eine Trendwende ab. Unter diesen ungünstigen Voraussetzungen haben die Bayerischen Staatsforsten trotzdem ihre naturalen Ziele erreicht. So wurden zum Beispiel die Ziele beim Waldumbau hinsichtlich des Klimawandels zum fünften Mal in Folge deutlich übertroffen: in fünfundzwanzig Jahren, einem für waldbauliche Dimensionen sehr kurzen Zeitraum, werden die bayerischen Staatswälder in artenreiche Mischwälder umgewandelt sein.
Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Einschlag der Bayerischen Staatsforsten insgesamt 4,92 Mio. Festmeter Holz. Damit lag die Holznutzung, wie auch im Vorjahr, erneut deutlich unter dem Zuwachs von 6,1 Mio. Festmetern. Somit sind die Bayerischen Staatsforsten dem Ziel näher gekommen, den durch den Orkan Kyrill im Geschäftsjahr 2007 zwangsbedingten Holzeinschlag von insgesamt 7,1 Mio. Festmetern in den nächsten Jahren, soweit waldbaulich sinnvoll, wieder auszugleichen. Aus diesem Grund ist für das Geschäftsjahr 2011 erneut ein gegenüber dem aktuellen Hiebsatz von über 5,2 Mio. Festmeter reduzierter Holzeinschlag von knapp 5,1 Mio. Festmetern geplant.
 

Nachhaltigkeitsbericht 2010

 
BaySf

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