ABO
Führten konstruktive Verhandlungen (v.l.): Gerhard Tausch (BaySF), Dietmar Reith (Bayerischer Forstunternehmerverband), Norbert Harrer (Bayerischer Forstunternehmerverband), Sarah Teichert (BaySF), Heinz Läufer (BaySF), Philipp Schmieder (Fachreferent VdAW Fachgruppe Bayerische Forstunternehmer)

BaySF entschädigen angeordnete Stillstandszeiten

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) führen bei ihren Ausschreibungen die Position „Entschädigung bei angeordneten Stillstandszeiten“ ein. Das haben die bayerischen Forstunternehmerverbände FiB und VdAW in konstruktiven und vertrauensvollen Gesprächen mit den BaySF ausgehandelt. Die Staatsforsten unterscheiden dabei zwischen „witterungsbedingt“ und aus „sonstigen Gründen“ angeordneten Stillstandszeiten.

150 € pro Tag

Künftig bietet der Unternehmer bei Ausschreibungen einen Entschädigungssatz pro Tag und Maschine. Dieser Betrag ist auf maximal 150 € pro Tag und Maschine gedeckelt. Der Entschädigungssatz wird ab dem ersten angeordneten Stillstandstag fällig. Je nach Größe des Loses und je nach Region sind die witterungsbedingt vergüteten Stillstandstage ebenfalls gedeckelt. Bei den vom Auftraggeber aus sonstigen Gründen angeordneteten Stillstandstagen (z.B. Jagd, Brennpunkt Naherholung) ist das nicht der Fall.

Die neue Regelung tritt in Kraft, wenn der Auftraggeber die Einstellung der Arbeit anordnet, der Forstunternehmer aber der Meinung ist, man könne die Maschinen noch weiter einsetzen (siehe Schaubild). Kann der Auftraggeber keine vergleichbare Ausweichfläche anbieten, sind die Stillstandskosten ab dem ersten Tag zu vergüten.

Unternehmer dürfen Maschinen nicht abfahren

Die Forstunternehmer haben allerdings Folgendes zu beachten: In der Zeit, in der die BaySF Stillstandszeiten entschädigen, müssen die betroffenen Maschinen vor Ort bleiben und dürfen vom Unternehmer nicht abgezogen werden.

Philipp Schmieder, VdAW

Auch interessant

von