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Wald- und Holzwirtschaft: 365 Tage Nachhaltigkeit!

Bayerns Waldbesitzer gegen Greenpeace-Aktion

Generationen von privaten und kommunalen Waldbesitzern sowie der Freistaat Bayern haben in jahrzehntelanger, verantwortungsvoller Pflege Buchenwälder geschaffen, die heute zu den wertvollsten in Europa zählen. Mit einer Protestaktion will Greenpeace nun über 140-jährige Buchenwälder unter Schutz stellen und die Waldbesitzer für die Schaffung dieser Wälder bestrafen, so der Bayerischer Waldbesitzerverband e.V. am 2. Februar in einer Presserklärung. Der von Greenpeace geforderte Einschlagsstopp in älteren Buchenwäldern und das Ziel, die Wälder vor Ihren Eigentümern „retten“ zu wollen, sei anmaßend, ignorant und haltlos.
Die heimische Forstwirtschaft, die weltweit als vorbildlich anerkannt wird, hat es geschafft, in einem dicht besiedelten Land mit riesigem Verkehrsnetz, mit gewaltigem Energiebedarf, durch nachhaltige Bewirtschaftung den Wald zu vermehren. Förster und Waldbesitzer versuchen, ohne Bevormundung durch selbsternannte Naturschützer, den Wald für die drohenden Klimaänderungen umzugestalten. Ein Nutzungsverbot für alte Buchen- oder Laubwälder hilft hier nicht weiter. Es würde eher dazu führen, dass alte  Bäume vor Erreichen der Unterschutzstellungsgrenze abgesägt werden. Es würde auch dazu führen, dass private und kommunale Waldbesitzer keine Eichen und Buchen mehr pflanzen, weil sie damit rechnen müssen, dass sie die Bestände, die sie über drei bis vier Menschengenerationen ohne Profit und Gewinne nach der Pflanzung pflegen müssen, ab einem bestimmten Alter nicht mehr ernten dürfen. Das ganze wäre kontraproduktiv und würde die bisherige positive Entwicklung stoppen.
Klimaschutz nur mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass nur nachhaltig bewirtschaftete Wälder dem Klimaschutz wirklich helfen. Sie sind nicht nur CO2-neutral, sondern können große Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases speichern. Gleichzeitig sind sie viel besser an den Klimawandel angepasst. Waldbesitzer zerstören nicht, was sie und ihre Vorfahren aufgebaut haben. Wenn es nach Greenpeace ginge, sollen Waldbesitzer Opfer des eigenen Nachhaltigkeitsbestrebens und für eine seit Generationen verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung bestraft werden, heißt es in der Presseerklärung weiter.
Waldbesitzer zerstören ihre Lebensgrundlage nicht. Ganz im Gegenteil, das von der Forstwirtschaft erfundene Prinzip der Nachhaltigkeit ist ihnen heilig. Dies zeigt auch die Bundeswaldinventur II, 2002: In Bayern gibt es einen Vorratsanstieg über alle Baumarten in Höhe von knapp 23%, bei der Buche sogar von 48%. Bei den Eichen und Buchen ist der Anteil von Beständen, die älter als 140 Jahre sind, sogar um fast 30 % angewachsen. Darüber hinaus setzen viele Waldbauern in Zeiten des Klimawandels vermehrt auf die Buche.
Die von Greenpeace befeuerte Buchen-Diskussion würde jeglicher Tatsachen entbehren. Den Bürgern in Deutschland die Verhältnisse in Amazonien als vorbildlich zu präsentieren sei geradezu absurd, nur, weil man dort in einem extrem dünn besiedelten Gebiet auf dem Papier 30% des Waldes unter Schutz stellt. Gleichzeitig würden dort tagtäglich Ureinwohner aus ihrem angestammten Lebensraum vertrieben und ihr Wald zerstört. Jährlich werde dort eine Waldfläche von der Größe der Bundesrepublik zerstört.
„Der Wald befindet sich in Bayern in guten Händen. Unsere vielen wertvollen Waldbestände sind dafür der beste Beweis. Selbsternannte Retter, die anscheinend in erster Linie an Aufmerksamkeit und Meinungsmache und weniger an den Fakten interessiert sind, kann der Wald in Bayern gut verzichten“, so Sepp Spann, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes. Gleichzeitig setzt Spann auf den gesunden Menschenverstand: „Die Bevölkerung sollte selbst entscheiden, ob sie weiterhin unsere vielfältigen Wälder nutzen möchte oder auf zukunftsfähige Wälder, die auch weiterhin alle Funktionen erfüllen können, verzichtet und die Zerstörung in den Tropen und borealen Zonen unterstützen möchte.“
 

Bayerischer Waldbesitzerverband e.V.

 
Bayerischer Waldbesitzerverband e.V.

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