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Unter Trockenstress rollen viele Laubbäume ihre Blätter ein

Bayerns Wald im Hitzestress

Die Hitze, die in den letzten Wochen über Bayern lag, versetzt die Bäume vielerorts unter Trockenstress. Nun gehen die Wasserspeicher der Waldböden vor allem in Nordbayern zur Neige, zunehmend aber auch in Südbayern.
Im Juli ist bisher in ganz Bayern kaum Regen gefallen. In Nordbayern setzte die Trockenheit sogar schon deutlich früher ein. Der Juli heuer hat gute Chancen unter den Heißen seines Monats einen Spitzenplatz einzunehmen.
Wälder decken ihren Wasserbedarf aus dem Wasserspeicher der Böden, der wiederum durch den Niederschlag gespeist wird. Durch die hohen Lufttemperaturen, die starke direkte Sonneneinstrahlung und bei starkem Wind verdunsten die Bäume sehr viel Wasser.
Ob die Wasservorräte in den Waldböden für die Bäume noch ausreichen, misst die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) an sechs über das Land verteilten Waldklimastationen (WKS). An drei dieser Messstationen leiden die Bäume bereits unter Trockenstress. Auf der südlichen Fränkischen Platte (WKS Würzburg) und der südlichen Frankenalb (WKS Riedenburg) steht den Bäumen kaum noch Wasser zur Verfügung und auch in der Münchner Schotterebene (WKS Ebersberg) gehen die Wasservorräte im Wald zur Neige.
Nur kräftige Regenfälle können die Bodenwasserspeicher wieder füllen. Bei den Niederschlägen vom 26./27. Juli zum Beispiel sind bayernweit meist nur 1 bis 3 Millimeter pro Quadratmeter gefallen und haben somit lediglich die Streuschicht durchfeuchtet. Etwas entspannter ist die Lage noch in den Mittelgebirgen und in den Alpen. Dort hat es im Juli bislang mehr geregnet und die Wasserbilanz ist nicht so extrem negativ. Immerhin sorgte der Regen für einen Rückgang der Waldbrandgefahr.
LWF
Unter Trockenstress rollen viele Laubbäume ihre Blätter ein um die Verdunstung zu verringern. Hier Traubenkirsche im Nürnberger Reichswald (21.7.2015). Foto: S. Raspe

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