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Naturschutz im Wald: Bayerns Grüne fordern mehr Transparenz

„Wir brauchen dringend mehr Transparenz beim Naturschutz im Wald und weniger Polemik von Minister Brunner gegenüber Greenpeace“, so Christian Magerl, der forstpolitische Sprecher der Grünen in Bayern. Bayern sei das einzige Bundesland, welches sich bislang geweigert hat, die Daten aus dem Staatswald für das Forschungsvorhaben „Natürliche Waldentwicklung als Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ zu übermitteln. Ziel dieses Forschungsvorhaben ist die Erstellung einer Bilanz über Umfang und Qualität der nutzungsfreien Waldflächen in Deutschland. Die Weigerungshaltung Bayerns, Daten heraus zu geben, sei der Anlass für die Greenpeace-Kampagne im Spessart gewesen.
„Wir haben diese Daten nun in einer schriftlichen Anfrage beim Staatministerium für Forsten abgefragt und werden sie ab heute ins Netz stellen und für das Forschungsvorhaben zur Verfügung stellen“, erklärte Magerl am 8. Juni. Das Ergebnis: Bislang haben 13 der 41 Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten  ein Naturschutzkonzept auf regionaler Ebene erarbeitet. Die eingriffsfreie Fläche hat sich in diesen Betrieben dadurch von rund 2.100 ha auf knapp 5.000 ha erhöht.
 
„Die Richtung stimmt, allerdings müssen die noch fehlenden regionalen Konzepte für die restlichen Betriebe jetzt zügig erstellt werden“, forderte Magerl. Das Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten sieht vor, so genannten Klasse-1-Wälder zu erhalten, also Waldbestände, die aufgrund ihres hohen Alters eine naturschutzfachliche Ausnahmestellung einnehmen. „Trotzdem lehnt Minister Brunner nach außen hin Flächenstilllegungen als Beitrag zum Naturschutz im Wald kategorisch ab – um vor den Bäuerinnen und Bauern gut dazu stehen“, so Magerl abschließend. 
Grüne Fraktion Bayern

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