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Bayern wirbt für verantwortungsvolle Forstwirtschaft

Bayern wirbt für verantwortungsvolle Forstwirtschaft

Vor 300 Jahren erfunden und modern wie nie zuvor: Was Hans Carl von Carlowitz 1713 zum ehernen Grundsatz für eine zukunftsfähige Waldbewirtschaftung erklärt hat, ist heute längst Leitbild für den verantwortungsvollen Umgang mit allen Ressourcen der Begriff der Nachhaltigkeit. Der Freistaat will das Jubiläumsjahr nutzen, um mit einer Vielzahl von Veranstaltungen für nachhaltige Forstwirtschaft zu werben. „Gerade für Bayern ist das Thema Nachhaltigkeit eine besondere Verpflichtung“, sagte Forstminister Helmut Brunner am 22. März in Freising, wo er einen Gedenkstein für Carlowitz enthüllte und eine Neuauflage seines Grundlagenwerks „Sylvicultura Oeconomica“ vorstellte. Schließlich werde im Freistaat schon seit Jahrzehnten nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft praktiziert.
Das Jubiläumsjahr sei eine hervorragende Gelegenheit, der Öffentlichkeit mit gezielten Aktionen die vielfältigen Leistungen nachhaltiger Forstwirtschaft nahe zu bringen. „Wir wollen deutlich machen, dass die Bewirtschaftung der Wälder für uns und unser Land eine herausragende Bedeutung hat ökonomisch, ökologisch und kulturell“, so der Minister. Immerhin sei Bayern mit 2,5 Mio ha Waldfläche und 400 Kubikmetern Holzvorrat pro Hektar mit Abstand größtes deutsches Waldland.
 
Um das Thema möglichst vielen Menschen zu vermitteln, sind heuer landesweit zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen geplant. In der Initiative „Forstwirtschaft schafft Leben“ werden die Aktivitäten des Waldbesitzerverbandes, des Bauernverbandes, der Staatsforsten und der Forstverwaltung gebündelt. Einen Überblick über die Aktivitäten gibt es im Internet auf der Plattform www.forstwirtschaft-schafft-leben.de Die Palette reicht von Aktionstagen in Ballungsräumen wie München oder Nürnberg über Erlebnisprogramme für Familien bis hin zu Waldpflegeprojekten. „Wir wollen mit den Aktionen deutlich machen, dass nur eine nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft den vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft an unsere Wälder dauerhaft gerecht werden kann“, so der Minister.

StMELF

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