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Bayern: Waldbesitz sieht leichte Verbesserung der Wirtschaft

Nach Einschätzung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Abstimmung mit den Bayerischen Staatsforsten AöR und dem Bayerischen Waldbesitzerverband e.V. ließ die Erholung der Weltwirtschaft auch im II. Quartal weiter auf sich warten, während sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland seit Jahresbeginn langsam verbessert. Positive Entwicklungen im Ausland waren lediglich in Asien und Nordamerika bemerkbar. Demzufolge hat sich für die Nadelholz verarbeitende Industrie im zweiten Quartal keine wesentliche Verbesserung auf den traditionellen Exportmärkten ergeben.
Kurzzeitig waren jedoch Preissteigerungen für Schnittholzlieferungen in die USA möglich.
Getragen von den positiven Auswirkungen der Konjunkturprogramme zur Gebäudesanierung zeigte sich der deutsche Absatzmarkt für Schnittholz seit Jahresbeginn in einem stetigen Aufwärtstrend. Einerseits war ein leichter Anstieg des Mengenabsatzes möglich, andererseits konnten auch weitere Steigerungen bei den Nadelschnittholzpreisen durchgesetzt werden. Mittlerweile konnten einzelne Sortimente sogar wieder das hohe Niveau von Anfang 2007 erreichen. Vor allem Sparren- und Kantholzsortimente, aber auch Leimbinderlamellen und Konstruktionsvollholz – Rohsparren haben preislich wieder ein hohes Niveau erlangt.
Diese preisliche Entwicklung wird seitens der Holzindustrie hauptsächlich mit einem allgemein geringen Schnittholzangebot aufgrund einer größtenteils unterdurchschnittlichen Versorgung mit Nadelrundholz begründet. Im Gegensatz zur aktuellen Situation ging dem Preisanstieg in den Jahren 2006/2007 eine starke Nachfrage durch einen hohen Bedarf im In- und Ausland voraus. Deutschlandweit bestanden bei der Rundholzversorgung im II. Quartal nach wie vor regionale Unterschiede. Während Nadelholzsäger im Bereich der Windwurfregionen („Xynthia“) und im ostdeutschen Raum mit ihrer Rundholzversorgung meist zufrieden waren, klagten Sägebetriebe im süd- und südostdeutschen Bereich über ein zu geringes Rundholzangebot. Die mangelnde Versorgung mit Nadelrundholz führte zu steigenden Rundholz-Importen aus dem angrenzenden Ausland.
Mittlerweile rechnen einzelne Säger in Süddeutschland mit Kürzungen der Produktionstätigkeit über die Sommermonate. Die Situation der Laubholz verarbeitenden Industrie hat sich im II. Quartal nicht verbessern können. Erhoffte Preissteigerungen konnten nicht umgesetzt werden. Teilweise rechnen die Betriebe mit einer Verschlechterung des Absatzes im weiteren Jahresverlauf. Die Rohstoffversorgung ist über die Sommermonate aber weitestgehend gesichert.
Neues Holz Journal

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