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Bayern: Vergleichsflächen im Wald sollen Dialog zur Jagd voranbringen

Mit der Anlage von Vergleichsflächen im Wald will Forstminister Helmut Brunner den Dialog zwischen Waldbesitzern und Jagdpächtern voranbringen. Die sogenannten „Exemplarischen Dauerbeobachtungsflächen“ sollen Aufschluss darüber geben, wie stark sich der Wald an einem bestimmten Standort natürlich verjüngt und welchen Einfluss das Wild darauf nimmt. „Wir wollen die Eigenverantwortung der Beteiligten bei der Abschlussplanung stärken“, sagte der Minister im Wald der Kirchenstiftung Innernzell im Landkreis Freyung-Grafenau, wo er am Freitag das Konzept vorstellte. Geplant ist laut Brunner die Anlage jeweils zweier unmittelbar benachbarter Vergleichsflächen – eine davon hinter Zaun, eine für das Wild zugänglich. Die Entwicklung der Vegetation auf den Flächenpaaren soll unter anderem zeigen, welche Baumarten sich natürlich verjüngen und wie sie sich innerhalb und außerhalb des Zauns entwickeln. Zunächst soll in jedem Landkreis Bayerns eine Dauerbeobachtungsfläche eingerichtet werden. Der Minister erhofft sich aber, dass Waldbesitzer und Jagdpächter eine Vielzahl solcher „Weiserflächen“ gemeinsam anlegen, um sich dort regelmäßig auszutauschen, denn: „Meinungsverschiedenheiten zur Wald-Wild-Situation lassen sich am besten im direkten Gespräch vor Ort diskutieren und ausräumen.“
Laut Brunner ist die Anpassung der Wälder an den Klimawandel  eine der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Für den Aufbau stabiler und klimatoleranter Mischwälder seien an den Lebensraum angepasste Wildbestände eine entscheidende Voraussetzung. Und hierfür sei die Unterstützung der Jäger unverzichtbar. 
 
StMELF

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