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Bayern: Umbau in klimatolerante Wälder soll beschleunigt werden

Der Aufbau stabiler und widerstandsfähiger Mischwälder in Bayern soll beschleunigt werden. Wie Forstminister Helmut Brunner bei der Besichtigung des Projekts „Zukunftswald Rohr“ im Landkreis Roth mitteilte, sollen bis 2020 landesweit 100.000 Hektar gefährdete Nadelwälder in klimatolerante Mischwälder umgebaut werden. Um rasch Fortschritte zu erzielen, will Brunner jetzt die Beratung der Waldbesitzer in „Brennpunktregionen“ verstärken und die Förderbedingungen attraktiver und einfacher gestalten. „Die Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte“, sagte der Minister. Nach seinen Worten erschweren aber die im Privatwald geringen Besitzgrößen von durchschnittlich zwei Hektar ein zügiges Vorankommen. Deshalb sei eine noch intensivere Zusammenarbeit der Waldbesitzer erforderlich. Die staatliche Forstverwaltung setze deshalb im Rahmen der Beratungsarbeit gezielt auf gemeinsame Pflege- und Pflanzaktionen.
Das mittelfränkische Gemeinschaftsprojekt „Zukunftswald Rohr“ bezeichnete Brunner als Musterbeispiel für eine gelungene Zusammenarbeit. Hier haben im vergangenen Jahr 32 Waldbesitzer in einer Gemeinschaftsaktion mit den Jagdgenossenschaften, Jägern, Forstbetriebsgemeinschaften und der Forstverwaltung insgesamt rund 60 Hektar Kiefernreinbestände in einen zukunftsfähigen Mischwald umgewandelt. Dazu wurden über 200 000 kleine Buchen gepflanzt. „Solche Vorbilder zeigen, wie man beim Waldumbau vorankommen kann, wenn alle Beteiligten gemeinsam anpacken“, so Brunner.
Für Fragen zum Waldumbau und zur Förderung stehen die Revierförster an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Kontaktadressen sind im Internet unter www.forst.bayern.de zu finden.
 
StMELF

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