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Bayern startet Wildkatzen-Monitoring

Mit einem gemeinsamen Monitoring-Projekt wollen Forstministerium, BUND Naturschutz in Bayern (BN) und Bayerische Staatsforsten mehr über die Verbreitung der Wildkatze in Südbayern erfahren. Den Startschuss gaben am 13. Februar im nieder-bayerischen Neuburg am Inn Forstminister Helmut Brunner und BN-Vorsitzender Professor Hubert Weiger.Während das scheue Tier in Nordbayern bereits nachgewiesen wurde, ist bislang die Verbreitung in Oberbayern, Niederbayern und Schwaben kaum bekannt. Das soll das bis April angesetzte Monitoring jetzt ändern. Der Freistaat unterstützt das Projekt mit 130.000,- Euro. Es ist Teil des Aktionsplans Wildkatze, den das Forstministerium 2010 gemeinsam mit BUND Naturschutz, Bayerischem Jagdverband und weiteren Partnern auf den Weg gebracht hat, um die Wildkatze im Freistaat wieder heimisch zu machen. Im Rahmen des Monitoring werden in den südbayerischen Staatswäldern mehr als 500 mit Baldrian getränkte Holzstöcke aufgestellt. Der für Katzen unwiderstehliche Duft lockt die scheuen Tiere an. Wenn sie sich an den Stöcken reiben, hinterlassen sie Haare, die anschließend genetisch analysiert werden. Mit den Ergebnissen rechnet der Minister bereits im Sommer.Für Brunner ist das Wildkatzenmanagement in Bayern ein besonderes Beispiel der langjährigen erfolgreichen Kooperation zwischen Naturschützern, Jägern, Grundbesitzern und Staatsforsten. „Nur gemeinsam und mit ehrenamtlichen Helfern lässt sich ein solcher Aktionsplan umsetzen“, so der Minister. Detailinfos zur Wildkatze in Bayern gibt es im Internet unter www.wildkatze.bayern.de.

StMELF

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