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Bayern startet ins Internationale Jahr der Wälder

Bayern startet ins Internationale Jahr der Wälder

Als waldreichstes Bundesland will Bayern das von den Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der Wälder“ intensiv nutzen, um für nachhaltige Forstwirtschaft zu werben. Den Anfang machten Forstminister Helmut Brunner und der Vorsitzende des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, Josef Spann, im Bayerischen Landtag in München, wo sie dem 1. Vizepräsidenten Reinhold Bocklet eine „Holzzuwachsuhr“ überreichten. Sie soll den Parlamentariern ab sofort sekundengenau vor Augen führen, wie viel Holz gerade in den bayerischen Wäldern nachwächst und wie viel klimaschädliches Kohlendioxid dadurch gebunden wird.
„Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder ist für unser Land und unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert“, sagte der Minister. Beim Wachstum eines Kubikmeters Holz etwa werde der Atmosphäre eine Tonne Kohlendioxid entzogen. Weil 250 Kilo davon als Kohlenstoff im Holz gespeichert werden, ist laut Brunner die Produktion und Verwendung von Holz ein unverzichtbarer Beitrag zum Klimaschutz. Die Wälder im Freistaat seien aber weit mehr als nur Rohstofflieferanten, so der Minister: „Sie sind Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, verbessern Luft- und Wasserqualität, schützen vor Naturgefahren wie Lawinen und Hochwasser und bieten wertvollen Erholungsraum für die Menschen.“
Die vielfältigen sozialen, ökologischen und ökonomischen Leistungen des Waldes stehen im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktionen, die Waldbesitzerverband, Bauernverband, Bayerische Staatsforsten, die forstlichen Verbände und die Forstverwaltung gemeinsam planen. Unter anderem wird am 31. März im Bayerischen Hauptstaatsarchiv die Ausstellung „Wald-Geschichten“ eröffnet, am 25. Juni gibt es in Grafrath eine „Lange Nacht des Waldes“ und ab 10. November ist im Architekturmuseum der Münchner Pinakothek der Moderne die Ausstellung „Bauen mit Holz“ zu sehen. Internationale Tagungen zum Thema Wald runden das Programm ab. Eine Übersicht über die Aktivitäten gibt es im Internet unter www.forstwirtschaft-schafft-leben.de.
Die Holzzuwachsuhr ist in einem 2 m hohen und über 4 cm starken Ulmenbrett eingelassen. Auf dem PC laufen Waldbilder aus Bayern, angezeigt wird der Holzzuwachs in Bayern in Kubikmeter pro Sekunde. Neu ist, dass dieser Zuwachs erstmals in Bezug gesetzt wird zu:
  • CO2-Speicherung
  • Anzahl der daraus anzufertigenden Dachstühle
  • Anzahl der daraus anzufertigenden Holzhäuser
Bezugsgröße kann Bayern, aber auch jede andere Einheit, wie Regierungsbezirk, Landkreis, Stadt, Forstbetriebsgemeinschaft, Forstbetrieb usw. sein. Die Uhr bleibt für drei Wochen in der Westhalle des Bayerischen Landtags stehen. Dann wandert sie durch Bayern und kehrt im Dezember ins Maximilianeum zurück, um die Leistungen der Forstwirtschaft zum Ende des Internationalen Jahres der Wälder zu bilanzieren.
StMELF/WBV Bayern

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