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Bayern: Sparen am Wald gefährdet Klimaschutz

Die Bayerische Staatsregierung hat jüngst über den Doppelhaushalt 2017/18 informiert, den das Kabinett in seiner Klausurtagung in St. Quirin am Tegernsee am 2. August vereinbarte hat. Der neue Doppelhaushalt sei erneut ein kraftvolles Signal der finanzpolitischen Stabilität und Solidität. Der Haushalt ohne neue Schulden sei ein Markenzeichen erfolgreicher bayerischer Finanzpolitik mit Ziel und Augenmaß. Im Hinblick auf die Haushaltssituation bezeichnete Dr. Markus Söder, bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Bayern als das „stabilste Land Deutschlands“. Die Migration sei eine Herausforderung; wegen Asyl und Einwanderung werde aber nicht an der einheimischen Bevölkerung gespart, so Staatsminister Söder.Über die konkreten Haushaltsbeschlüsse im Bereich der Land- und Forstwirtschaft informierte am 2. August das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner berichtete, dass insgesamt sechs Mio. Euro mehr für den Umbau labiler Wälder in klimatolerante Mischwälder bereitstünden.Der Bayerische Waldbesitzerverband hatte für den Doppelhaushalt 2017/18 einen zusätzlichen Finanzbedarf seitens der bayerischen Forstwirtschaft von insgesamt 31 Mio. Euro angemeldet. Der Verband begründete das mit den Folgen des Orkans „Niklas“ und der extremen Sommertrockenheit im Jahr 2015. Die zusätzlichen Finanzmittel in Höhe von insgesamt sechs Mio. Euro wären bei weitem nicht ausreichend, um die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Bayern bei der Bewältigung der Folgen dieser extremen Klimaereignisse im erforderlichen Umfang zu unterstützen. Der Wald und die Forstwirtschaft stellten schließlich tragende Säulen im Kampf gegen den Klimawandel dar, was gerade erst im Klimaabkommen von Paris besonders herausgestellt worden sei. Die Investitionen in die Forstwirtschaft komme der gesamten Bevölkerung in Bayern zugute – und an der solle ja ausdrücklich nicht gespart werden.Der Bayerische Waldbesitzerverband sieht hier dringenden Nachbesserungsbedarf. Das „finanziell stabilste Land Deutschlands“ müsse und werde es sich leisten können, die Zukunftsaufgaben Wald und Klimaschutz zukünftig im Haushalt angemessen zu berücksichtigen.

Bayerischer Waldbesitzerverband e. V.

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