ABO
Bayern setzt auf naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder

Bayern setzt auf naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder

Forstminister Helmut Brunner hat die Greenpeace-Forderung nach einem Einschlagstopp für alle über 140-jährigen Buchen- und Laubwälder als ökologischen Irrweg bezeichnet. Pauschale Unterschutzstellungen nach beliebig formulierten Kriterien werden weder den Anforderungen der Gesellschaft an den Wald, noch der wachsenden Nachfrage nach dem umweltfreundlichen Rohstoff Holz gerecht, sagte Brunner in München. „Die Menschen wollen nicht Totalschutzgebiete auf der einen Seite des Waldwegs und dafür umso intensiver bewirtschaftete Wälder auf der anderen Seite“, so der Minister. Der Freistaat setze deshalb auf eine naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder auf ganzer Fläche, die Schützen und Nutzen miteinander vereint. Die Tatsache, dass es in Bayern so viele alte Wälder gibt und ihre Zahl sogar weiter zunimmt, zeigt dem Minister zufolge, dass der bayerische Ansatz der Richtige ist. Insgesamt wird in den Wäldern des Freistaats eindeutig weniger Holz geerntet als nachwächst. Auch die Fläche der Laubwälder nimmt in Bayern seit Jahren kontinuierlich zu.
Den Vorwurf, Bayern verheimliche wichtige Informationen über die Wälder, wies der Minister zurück. Bayern habe über alle Waldbesitzarten hinweg bereits in der Biodiversitätsstrategie 2009 die Waldflächen nach unterschiedlichen Schutzkategorien benannt. Aktualisiert wurden diese Angaben zuletzt im Waldbericht 2011 der Bayerischen Forstverwaltung. Danach liegen in Bayern
  • 945 000 Hektar Wald in Naturparken,
  • 487 000 Hektar in Landschaftsschutzgebieten,
  • 82 000 Hektar in Naturschutzgebieten,
  • mehr als 7 000 Hektar in Naturwaldreservaten,
  • 450 000 Hektar in FFH- und Vogelschutzgebieten sowie
  • 31 000 Hektar in den beiden Nationalparken.

 

 
StMELF

Auch interessant

von