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Bayern setzt auf Holzwerbung

Bayern setzt auf Holzwerbung

Eine breite Allianz aus den Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft und der Politik traf sich am 5. Juli  im Münchner Landwirtschaftsministerium, um mit  „Pro Holz Bayern“ eine neue Initiative zur Werbung für Holz aus der Taufe zu heben. Auch die bundesweite „Zukunft Holz GmbH“ ist mit im Boot. Zwischen 300.000 und 400.000 € will die Forst- und Holzwirtschaft fürs erste für die Holzwerbung zur Verfügung stellen. Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner kündigte an, dass er über die Bayerischen Staatsforsten ebenfalls Geld beisteuern will, und zwar auf dem gleichen Niveau wie der Privatwald. 
Mit langfristig angelegten, gezielten Werbemaßnahmen lässt sich nach Ansicht von Brunner die Verwendung von Holz aus heimischen Wäldern deutlich voranbringen. „Wir müssen den Menschen die vielfältigen Vorteile von Holz noch stärker vor Augen führen“, sagte Brunner bei der Auftaktveranstaltung für das Werbebündnis. Brunner erhofft sich von dem Bündnis nachhaltig wirkende Aktionen, um das positive Image von Holz weiter auszubauen. „Es gibt viele Gründe, auf Holz zu setzen“, sagte der Minister. Holz habe hervorragende baubiologische und technische Eigenschaften, sei leicht zu bearbeiten, schall- und wärmedämmend und als nachwachsender Rohstoff in großen Mengen und auf kurzen Wegen verfügbar. Zudem habe Holz eine unschlagbare Ökobilanz. Gerade im Baubereich sieht Brunner noch viele ungenutzte Potenziale: Zwar habe sich der Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern in Holzbauweise in den letzten 20 Jahren auf über 17 Prozent verdoppelt, er könne aber noch deutlich gesteigert werden.
Das neue Werbebündnis will mit gezieltem Marketing und Wissenstransfer vor allem Architekten und Bauherren von den Vorzügen des natürlichen Baustoffs überzeugen. Die von den Mitgliedsverbänden getragene Initiative sieht sich aber nicht als Konkurrenz zur bundesweiten Nachfolgeorganisation des Holzabsatzfonds „Zukunft Holz“, sondern als deren regionale Ergänzung. Zum Aufbau der Organisation will man sich der Grundstrukturen des Clusters Forst und Holz bedienen und dessen Netzwerke zwischen Wissenschaft und Praxis nutzen. Die Aktionen sollen von einem Kuratorium koordiniert werden. 
Mit 2,5 Millionen Hektar Wald und einem Vorrat von einer Milliarde Kubikmetern ist Bayern größtes deutsches Holzland. Die Forst-, Holz- und Papierbranche zählt mit 190 000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 37 Milliarden Euro zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Freistaat.
StMELF

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