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Bayern setzt auf erneuerbare Energien

Bayern will den Anteil an erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch bis 2020 auf 16 Prozent steigern. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse für Erneuerbare Energien RENEXPO in Augsburg sagte, soll in zehn Jahren der Anteil an Biomasse bei acht Prozent liegen, die restlichen acht Prozent sollen durch Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie und Geothermie erzeugt werden. Während sich die Biomasse mit einem Anteil von derzeit 7,3 Prozent am Primärenergieverbrauch der Acht-Prozent-Marke schon sehr weit genähert hat, sieht der Minister bei den anderen erneuerbaren Energien noch erheblichen Aufholbedarf. Immerhin liegt deren Anteil derzeit bei lediglich drei Prozent.
Um den Klimaschutz weiter voranzubringen, die Exportchancen für neue Technologien zu nutzen und damit auch Arbeitsplätze zu sichern, will der Minister den Bereich der Biomasse-Nutzung konsequent weiter ausbauen. Im Freistaat werden auf rund 255 000 Hektar Nachwachsende Rohstoffe angebaut. Das entspricht etwa acht Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Jeder siebte Haushalt im Freistaat erhält mittlerweile Strom vom Bauern. Der Löwenanteil der Bioenergie besteht aus Holz, gefolgt von Biogas und Biokraftstoffen. Auch bei Biomasseheizwerken sieht Brunner noch viel Potenzial: Durch die Nutzung von Kurzumtriebskulturen wie Pappeln oder Miscanthus könnten sich die Landwirte zum Wärmedienstleister entwickeln und dadurch zusätzliche Einkommensmöglichkeiten schaffen.
Der Freistaat hat nach den Worten des Ministers den Anbau Nachwachsender Rohstoffe seit 1990 mit 232 Millionen Euro, davon 192 Millionen Euro an Landesmitteln, gefördert.
StMELF

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