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Bayern: Neue Förderrichtlinie für die Privat- und Körperschaftswälder

Die bayerischen Waldbesitzer begrüßen die Neufassung der waldbaulichen Förderrichtlinie zum 1. März 2020. Mit den wesentlich verbesserten Förderinstrumenten stärkt die Staatsregierung den Schutz des Waldes und unterstützt die Waldbesitzer beim Aufbau klimatoleranter Mischwälder.

Rechtzeitig vor Beginn der Pflanzsaison erhalten private und kommunale Waldbesitzer nun Planungssicherheit und -perspektive für die notwendigen Pflanz- und Pflegemaßnahmen.

Dazu Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes: „Dass dies in diesem Umfang möglich wurde, geht auch auf den massiven Einsatz der Waldbesitzer vor Ort und in den Regionen zurück. Trotz steigender Waldschäden und sinkender Erzeugerpreise haben die Betroffenen nicht nachgelassen, auf die Bedeutung des Waldes und seine segensreichen Funktionen und Wirkungen in Zeiten der Klimaerwärmung hinzuweisen. Walderhalt und Waldumbau sind das Gebot der Stunde. Mit den verbesserten Fördermöglichkeiten werden die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald und die Ziele der Waldbesitzer sehr gut zusammengeführt.“

Förderrichtlinie setzt bundesweit Maßstäbe

Der Wald und die Waldbesitzer sind die ersten sichtbaren Geschädigten des Klimawandels. Die bayerische Forstpolitik setzt mit der aktuellen Förderrichtlinie im bundesweiten Vergleich Maßstäbe. Der deutliche Aufwuchs der Fördermittel zeigt, dass der Freistaat beim Kampf gegen den Klimawandel die Wald-Holz-Option als Teil der Lösung nutzen will.

Fast die Hälfte des Waldes in Bayern ist kleinteiliges Eigentum von 700.000 Bürgern. Mit der verbesserten Förderung der kleinen Strukturen werden auch die Bewirtschafter dieser Flächen in die Lage versetzt, ihre Wälder umzubauen und zukunftsfähig zu machen. Die erhöhten Fördersätze für diese Gruppe sind vorausschauend, weil die Gefahr besteht, dass kleine Waldbesitzer wegen der zunehmenden Schäden resignieren.

„Wir begrüßen auch ausdrücklich die verbesserten Förderungen der insektizidfreien Waldschutzmaßnahmen, denn der schnelle Abtransport des mit Schadinsekten infizierten Holzes schützt am wirkungsvollsten vor großflächigen Schäden. Das schützt uns erheblich vor Massenvermehrungen des Borkenkäfers“, so Ziegler.

Weitere neue Fördertatbestände werden nach Ansicht des Waldbesitzerverbandes den Waldumbau weiter voranbringen. Geförderte Anbauversuche werden mehr Erkenntnisse über wärmetolerantere Baumarten bringen. Und künftig kann auch die Anlage und Pflege insektenfreundlicher arten- und strukturreicher Waldränder gefördert werden. Damit wird ein vom Waldbesitzerverband angestrebtes Ziel aus dem Runden Tisch Artenschutz umgesetzt.

Red./Bayerischer Waldbesitzerverband

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