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Bayern macht mit: „Respektiere deine Grenzen“

Bearbeitet von Carolin Föste

Staatsministerin Kaniber und Landesrat Rauch unterzeichneten kürzlich einen Vertrag für eine neue Partnerschaft. Darin soll der Respekt vor Natur und Wild bei Sport- und Freizeitaktivitäten in der Natur gewahrt werden – neuerdings über Landesgrenzen hinaus.

Der Freistaat Bayern ist seit kurzem Mitglied der Initiative „Respektiere deine Grenzen“. Dies besiegelten Staatsministerin Michaela Kaniber und Vorarlbergs Landesrat Johannes Rauch bei ihrer digitalen Besprechung am vergangenen Donnerstag. Nach der Schweiz und mehreren Bundesländern Österreichs ist Bayern nun das erste deutsche Bundesland dieser Initiative, die die Grenzen zwischen Mensch und Natur wahren will.

Bayern erweitert Aktionsgebiet der Initiative

Staatsministerin Kaniber und Landesrat Rauch stimmten überein, dass der Schutz sensibler Lebensräume nicht an der Staatsgrenze enden darf. Diese Aufgabe müsse gemeinsam gedacht und weiterentwickelt werden.

„Das Ziel der Initiative ist es, Wissen über richtiges Verhalten in der Natur zu vermitteln und damit die breite Bevölkerung im Hinblick auf die Störungsempfindlichkeit von Wildtieren zu sensibilisieren und bei den Outdooraktivitäten zu leiten“, sagte Landesrat Rauch. „Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern der Initiative wollen wir an einem besseren und vor allem auch reflektierten Naturverständnis der Erholungsuchenden arbeiten. Wer versteht, entwickelt auch Verständnis – davon sind wir überzeugt“, betonte Kaniber. Bereits im Jahr 2003 wurde die Initiative „Respektiere deine Grenzen“ mit dem Ziel ins Leben gerufen, systematisch und flächendeckend Schutz für sensible Natur- und Lebensräume in Vorarlberg zu schaffen.

Sicherheit für Natur und Mensch im Vordergrund

Damit sich Mensch und Natur nicht ins Gehege kommen, markieren Schilder die entscheidenden Gebiete im gesamten Land. Tiere und Pflanzen erhielten dadurch nicht nur eine Stimme, sondern auch den Raum, den sie tatsächlich benötigen, erläutert das Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) in einer aktuellen Pressemittelung.

Sämtliche Partner und Partnerinnen, und jetzt auch der Freistaat, wollen die Besucherinnen und Besucher der Gebiete noch mehr für einen respektvollen Umgang mit Tieren und Pflanzen in der Natur gewinnen. Dabei werde sachliche Informations- und Aufklärungsarbeit geleistet und über sensible Bereiche und Themen informiert – zum Beispiel über die Bedeutung intakter Bergwälder mit ihren vielfältigen Funktionen. Auch auf die Sicherheit der Bergregionen und gleichzeitig auch die Sicherheit und Gesundheit der Freizeitsportlerinnen und -sportler und Erholungssuchenden solle dabei hingewiesen werden.

Ziel der Initiative „Respektiere deine Grenzen“

Respektiere deine Grenzen“ arbeite dafür, dass Menschen über Landesgrenzen hinaus den Wert einer intakten und vielfältigen Natur erkennen und schätzen sowie Verantwortung übernehmen. Das beginne mit dem Interesse an der Natur und dem Bewusstsein für die Natur und münde im Idealfall in respektvolles Handeln und ein aktives Engagement.

Quelle: StMELF