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Bayern: Laubwertholz-Submission Pretzfeld 2012

Mit 531 Fm konnte 2012 die Angebotsmenge auf dem Lagerplatz in Strullendorf zum wiederholte Male gesteigert werden (2011: 508 Fm). Die Lose aus den fränkischen und oberpfälzer Wäldern wurden von insgesamt 33 Kunden beboten. Auch in diesem Jahr konnten einige Gebote aus dem benachbarten Ausland am Pretzfelder Wertholztermin am 9. Januar angenommen werden.

Mit einem Verkaufsanteil von 92 % der aufgelegten Hölzer bleiben in diesem Jahr nur einige Eichen und Eschen für den anschließenden Freihandverkauf zurück. Sie spiegeln damit den allgemeinen Trend der abgelaufenen Submission wieder, innerhalb der die Baumart Eiche im Vergleich zum Vorjahr einen Wertverlust erfahren musste.

Der durchschnittliche Erlös der Werthölzer lag 2012 bei ca. 270,- €/Fm. Mit diesem hervorragenden Ergebnis konnte, trotz Preisrückgang in der Eiche, fast an das Niveau des Vorjahres angeknüpft werden. Preissteigerungen waren vor allem bei den Baumarten Birke, Kirsche, Buche, Elsbeere und Walnuss möglich. Auch bei Ulme und Birne war in diesem Jahr ein höherer Durchschnittspreis erlösbar.

Die „Braut“ der diesjährigen Wertholzsubmission kam aus dem Mitgliedsgebiet der FBG Heideck Schwabach. Mit einem Höchstgebot von 2850 €/Fm gingen 0,9 Fm Bergahorn an die Firma Hans Hahn in Bochum. Das zweithöchste Gebot erhielt mit 2.333 €/fm eine Walnuss aus dem Gebiet der WBV Fränkische Schweiz.
Im Bergahorn wurde an das gute Vorjahresergebnis mit konstantem Preisniveau angeknüpft, so dass rund 79 fm an die interessierte Kundschaft weitergegeben werden konnten. Für die Esche und vor allem die Eiche konnte 2012, trotz durchwegs guter Qualität am Lagerplatz, der bundeseinheitlich rückläufige Trend nicht aufgehalten werden. Nach den Spitzenjahren 2010 bzw. 2011 lässt das Interesse der Käuferschaft an diesen Holzarten allmählich nach.

Ein Markenzeichen der Pretzfelder Submission sind auch die seltenen Holzarten. Gemessen am angebotenen Volumen spielen sie oft keine große Rolle, stoßen wie Ulme, Wildbirne oder Tulpenbaum bei den Kunden trotzallem auf Interesse und finden damit sogar im Furnier ihre Verwendung. Der in diesem Jahr erstmalig aufgelegte Tulpenbaum erbrachte einen durchschnittlichen Erlös von 131 €/Fm.

Die Veranstalter, die Waldbesitzervereinigung Fränkische Schweiz, die Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberfranken und die Bayerischen Staatsforsten sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

FV Oberfranken

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