Waldschutz

Bayern: Jagd im Staatswald künftig nur noch bleifrei

Bearbeitet von Jörg Fischer

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) werden grundsätzlich ab 1. April 2022 auf der gesamten Staatswaldfläche Bayerns bleifreie Büchsenmunition in der Regiejagd verwenden. Das gilt für alle Beschäftigten, Jagdgäste und Begehungsscheininhaber im bayerischen Staatswald.

Die Umstellung ist das Ergebnis der positiven Erfahrungen in ausgewählten Leuchtturmprojekten zum Greifvogelschutz sowie von Förstern und Jägern, die bereits seit Jahren ausschließlich bleifrei jagen.

„Die komplette Umstellung auf bleifreie Munition ist konsequent und ein wichtiges Signal für den Umwelt- und Gesundheitsschutz“, erklärte auch Bayerns Forstministerin und Aufsichtsratsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Michaela Kaniber. „Das Unternehmen wird damit seiner Vorbildfunktion bei der Bejagung der staatlichen Wälder gerecht. Das hilft nicht nur unseren heimischen Greifvögeln, sondern der gesamten Natur“, so die Ministerin weiter.

Positive Erfahrungen mit bleifreier Büchsenmunition

„Viele Förster und Jäger der Bayerischen Staatsforsten jagen bereits seit Jahren ausschließlich bleifrei“, so Reinhardt Neft, Jagdvorstand der Bayerischen Staatsforsten. „Aus einem groß angelegten Leuchtturmprojekt zum Schutz von See- und Steinadler sowie Bartgeier konnten wir zusätzlich viele positive Erfahrungen sammeln. Eine Umstellung auf die gesamte Staatswaldfläche Bayerns ist daher nur logisch und konsequent“, so Neft weiter.

Ein im Jahr 2020 gestartetes Leuchtturmprojekt auf gut einem Drittel der Regiejagdfläche hat das Ziel, die Population der Großgreife in Bayern zu sichern und ihre Lebensgrundlage in deren Verbreitungsgebieten zu verbessern. Ein grundlegender Baustein des Projekts ist die bleifreie Jagd.

In Ausnahmefällen kann an einzelnen Forstbetrieben außerhalb des Leuchtturmprojekt-Gebiets eine Übergangsfrist für die komplette Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition bis spätestens zum 31. März 2023 eingeräumt werden.

Quelle: BaySF